August Babberger

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August Babberger (* 8. Dezember 1885 in Hausen im Wiesental; † 3. September 1936 in Altdorf, Schweiz) war in Karlsruhe Maler und Professor.

Lebenslauf

1885 geboren in Hausen im Wiesental als Sohn eines Zimmermanns. Im Alter von 10 Jahren zog die Familie nach Basel und Babberger besuchte die Realschule. Im Anschluss begann er zunächst eine Malerlehre, da eine Ausbildung als Zeichnerlehrling in einer Basler Seidenfabrik zuvor gescheitert war, weil man ihn für farbenblind hielt. Bei Malerarbeiten in Karlsruhe traf er 1908 Hans Thoma, der ihn an die Kunstakademie vermittelte.

Von 1908 bis 1912 studierte er an der Kunstakademie in Karlsruhe bei Walter Conz, ab 1912 führte ihn ein Stipedium zu einer Studienreise nach Italien (Akademie Florenz). Im gleichen Jahr heiratete er die Malerin Anna Maria Tobler aus Luzern; beide ziehen nach Frankfurt, wo er bis 1920 tätig ist. Im Anschluss wurde er an die unter dem Namen Landeskunstschule neu gegründete Akademie in Karlsruhe als Professor für dekorative Malerei berufen. Von 1923 bis 1930 war er Direktor dieser Akademie.

Am 25. Juli 1933 wurde er von den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ diffamiert und zusammen mit Karl Dillinger, Hermann Gehri, Karl Hubbuch, Wilhelm Schnarrenberger, Georg Scholz, Speck und van Taak seines Lehramtes enthoben. Es folgte eine Emigration in die Schweiz, in die Heimat seiner Frau. 1936 starb Babberger 51-jährig in Altdorf/Schweiz an den Folgen einer Halsoperation. 1938 wurden seine Arbeiten als „entartet” beschlagnahmt.

Wirken

Am 8. April 1956 wurde im Badischen Kunstverein die erste Gedächtnisausstellung für August Babberger eröffnet.

Wandbilder von ihm hängen im Kurhaus Baden-Baden sowie in der Matthäuskirche in Karlsruhe.

Nachlass

Sein Nachlass wird in der Kunstakademie Karlsruhe aufbewahrt.

Ehrungen

Literatur

Weblinks