Wir sind Kirche

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Wir sind Kirche nennt sich eine 1995 aus dem KirchenVolksBegehren heraus entstandene Gruppierung, die sich selbst als „Reformbewegung“ innerhalb der deutschen römisch-katholischen Kirche versteht. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einem jahrelangen „Reformstau“ entgegen zu wirken.

Die fünf Forderungen der KirchenVolksBewegung sind:

  1. Aufbau einer „geschwisterlichen“ Kirche
  2. Volle Gleichberechtigung der Frauen
  3. Freie Wahl zwischen zölibatärer und nicht-zölibatärer Lebensform
  4. Positive Bewertung der Sexualität als wichtiger Teil des von Gott geschaffenen und bejahten Menschen
  5. „Frohbotschaft statt Drohbotschaft“

Diese fünf immer noch aktuellen Forderungen wurden in einer für Deutschland bis dahin beispiellosen Unterschriftensammlung zwischen 16. September und 12. November 1995 von über 1,8 Millionen Menschen unterzeichnet (davon fast 1,5 Mio. Katholikinnen und Katholiken).

Bislang werden die Forderungen von Rom offiziell immer noch abgelehnt, was allerdings teilweise auch einen Rückschritt hinter den Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils bedeute, das von Papst Johannes XXIII. einberufen wurde und von 1962 bis 1965 statt fand.

Auch international wird ein problematischer "Reformstau" in der römisch-katholischen Kirche gesehen. In etwa 40 Ländern haben sich daher unter der internationalen (englischen) Bezeichnung International Movement We Are Church (IMWAC) bereits Bewegungen mit den gleichen Zielen gebildet.

Karlsruhe

In Karlsruhe existiert eine Regionalgruppe von Wir sind Kirche, die sich in der Regel einmal im Monat zu einem Gottesdienst trifft beziehungsweise weitergehende Aktivitäten startet.

Weblinks