Spanischer Erbfolgekrieg

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Der Spanische Erbfolgekrieg war ein Krieg zu Beginn des 18. Jahrhunderts und dauerte über zehn Jahre, von 1701 bis 1714.

Geschichte

1701

Auslöser des Krieges bildete der Tod des spanischen Königs Karl II., welcher der spanischen Linie der Habsburger angehörte und kinderlos geblieben war. Der habsburgische Kaiser Leopold I. der österreichischen Linie wollte seinen zweitältesten Sohn Erzherzog Karl als neuen spanischen König sehen, um die spanische und österreichische Linien des Hauses Habsburg vereinen zu können. Dies wollte der französische König Ludwig XIV. so nicht hinnehmen und seinerseits seinen Enkel Philipp von Anjou auf dem spanischen Thron sehen.

Der Schwäbische Reichskreis[1], dem auch die beiden Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden angehörten, wollte zunächst neutral bleiben, weil die Folgen des nur wenige Jahre zuvor im Jahr 1697 zu Ende gegangenen Pfälzischen Erbfolgekriegs noch andauerten und beide Länder wirtschaftlich danieder lagen. Markgraf Friedrich Magnus versuchte Anfang 1701, das Badische Oberland unter die Neutralität der Schweiz stellen zu lassen, um es vor den drohenden Kriegsereignissen heraushalten zu können.

1702

Der Beginn der Kriegshandlung im Südwesten Deutschlands erfolgte durch Ludwig Wilhelm, der „Türkenlouis“, im Frühjahr 1702 durch eine Belagerung der von den Franzosen besetzten Festung in Landau. Anschließend überraschte der katholische Bayerische Kurfürst Max Emanuel mit der Nachricht, dass er sich mit den ebenfalls katholischen Franzosen verbündet hatte. Am 14. August 1702 machten die Franzosen einen Ausfall aus der Festung. Der vor Ort befindliche Karl Wilhelm von Baden-Durlach trieb dabei einen Trupp von Franzosen zurück. Er erlitt dabei eine Schusswunde am rechten Oberschenkel und wurde zur Behandlung nach Durlach gebracht. Die Franzosen kapitulierten am 9. September.

Ludwig Wilhelm verlegte seine Truppen daraufhin in Eilmärschen nach Lörrach, um zu verhindern, dass sich das französische Heer mit den verbündeten Bayerischen Verbänden mittels einem Marsch über den Schwarzwald verbinden zu können. Die Bayern hatten bereits die unbefestigten Städte Ulm und Memmingen überfallen. Ludwig Wilhelm war am 14. Oktober 1702 in der Lage, aus beherrschenden Stellungen am Tüllinger Berg, in den Weinbergen bei Lörrach gelegen, in der Schlacht bei Friedlingen die Franzosen zurückzudrängen. Auch Karl Wilhelm, der trotz noch nicht völlig auskurierter Verletzung zu seinen Fußtruppen zurückgekehrt war, soll „wie ein Löwe gefochten“ haben und zog sich eine weitere, schwerwiegende Verwundung zu. Selbst die Franzosen zollten dem Erbprinzen anschließend ihren Respekt für seinen Einsatz.

Durch die Kämpfe war das kaiserliche Heer auf rund 10.000 Mann geschrumpft. Es fehlte an Munition, Ausrüstung, Nachschub, Pferden und Geld. Verstärkung war nicht in Sicht, weil sich die Reichsstände[2] weigerten, weitere Truppen zu entsenden. An eine Offensive war unter diesen Umständen nicht zu denken.

1703

Am 12. März 1703 besetzte der französische Marschall Claude-Louis-Hector de Villars Kehl. Die Stollhofener Linie konnte er allerdings nicht überwinden. In dieser Abwehrschlacht tat sich Karl Wilhelm erneut hervor. Sein Vater, Markgraf Friedrich Magnus begab sich aufgrund der kritischen militärischen Lage wieder nach Basel in seine Ausweichresidenz. Die schwangere Frau Karl Wilhelms, Magdalena Wilhelmine von Württemberg, begab sich mit dem Sohn zu ihrer Mutter nach Stuttgart.

Ein weiterer Vorstoß des Markgrafen bei den Schweizern, das Badische Oberland in ihre Neutralität aufzunehmen, scheiterte, weil der französische Gesandte auf die Anfrage der Schweizer entgegnete, dass sich der Baden-Durlachische Erbprinz im Kampf gegen die französischen Truppen besonders hervorgetan hätte und Frankreich diesem Ansinnen somit nicht zustimmen könne.

Nach der Schneeschmelze im Schwarzwald konnte Marschall de Villars seine Truppen über das Kinzigtal unter Umgehung der Stollhofener Linie nach Schwaben bringen und sich dort mit den Bayerischen Truppen vereinen. Da sich beide aber uneins über das weitere Vorgehen waren, die Franzosen wollten weiter in Richtung Wien marschieren, während die Bayern Tirol erobern wollten, um ihr Gebiet zu vergrößern, teilten sich die beiden Armeen wieder. Die Bayern wurden von den Tirolern geschlagen, welche sich im Gegenzug dem Großraum München näherten. Der Bayerische Kurfürst musste sich wiederum Ludwig Wilhelm entgegenstellen, der inzwischen Augsburg besetzt hatte. Die Franzosen besiegten währenddessen das österreichische Korps unter Feldmarschall Hermann Otto II., Graf von Limburg-Styrum am 20. September 1703, dem auch Karl Wilhelm mit seinem Regiment zugeteilt worden war. Das Korps wurde dabei nahezu vollständig aufgerieben. Karl Wilhelm konnte sein Regiment allerdings „mit großer Vorsichtigkeit und Tapferkeit“ retten und über den Schwarzwald wieder an die Stollhofener Linie zurückführen. Vom Kaiser Leopold I. wurde er am 16. November des Jahres zum General Feldmarschall Lieutenant ernannt.

Auch Ludwig Wilhelm hatte sich mit seiner Armee nach Westen zurückgezogen und stellte im Bereich zwischen Oberrhein, Donau und Bodensee sicher, dass die im Osten befindliche französische Armee de Villars kein Nachschub erreichen konnte. Allerdings belagerte nun eine weitere französische Armee die Festung Landau. Zur deren Entsatz wurden verbündete Truppen aus den Niederlanden entsandt, die aber zu schwach waren, um die französische Belagerung zu durchbrechen. Karl Wilhelm wurde daraufhin mit seinem Regiment von den Stollhofener Linien zum weiteren Entsatz nach Landau gerufen. Dieser weigerte sich jedoch und bestand auf einen Befehl durch Ludwig Wilhelm. Dadurch bewahrte er sein Regiment erneut vor der Vernichtung, weil Landau am 17. November kapitulieren musste und die Franzosen das abziehende Entsatzheer bei Speyer vernichteten.

1704

Ludwig Wilhelm setzte im nächsten Jahr 1704 weiter darauf, Verstärkungen nach Bayern zu unterbinden. Deshalb wollte er mit Prinz Eugen, ein berühmte Feldherr in den Diensten Österreichs, die von Franzosen gehaltene Festung Landau angreifen, um diese zur Verstärkung ihrer Festung zu zwingen. Weil in Ungarn aber Aufstände ausbrachen, mussten die Österreicher die Verbündeten bitten, die Österreicher bei der Bekämpfung der noch vorhandenen Bayerisch-Französischen Truppen zu unterstützen. Während die Engländer unter John Churchill, Herzog von Marlborough, eine Armee von 20.000 Mann Richtung Bayern entsandten, gelang es den Franzosen Nachschub und 10.000 Mann über den Schwarzwald nach Bayern zu führen.

Am 13. Juni einigten sich die drei Heerführer im Remstal über das weitere Vorgehen: Ludwig Wilhelm als Ranghöchster Befehlshaber entschied sich zusammen mit den Engländern zum Angriff in Bayern während Prinz Eugen am Rhein und im Schwarzwald die Franzosen darin hindern sollte, weitere Verstärkungen nach Bayern heranzuführen. Am 2. Juli wurde Donauwörth, welches von 8.000 Franzosen gehalten wurde, in der Schlacht am Schellenberg geschlagen. Der Bayerische Kurfürst begann daraufhin Waffenstillstandsverhandlungen, die er aber sofort beendete, als ihn die Nachricht erreichte, dass sich eine weitere französische Armee unter Marschall Camille de Tallard mit 20.000 Mann aus Westen näherte. Prinz Eugen hatte die zahlenmäßige Übermacht nicht zurückhalten können und marschierte mit einem Teil seiner Truppen parallel zu den Franzosen Richtung Bayern. Am 13. August kam es zu einer Entscheidungsschlacht bei Blindheim, nur drei Kilometer von Höchstädt entfernt. Dabei standen sich die beiden etwa 55.000 Mann starken Armeen gegenüber. Auch Erbprinz Karl Wilhelm nahm an dieser Schlacht teil und befehligte die Reiterei am rechten Flügel. Wie überliefert wurde, kämpfte er wieder „mit größter Standhaftigkeit und war in äußerster Lebensgefahr“, als er von einem feindlichen Reiter direkt attackiert wurde. Karl Wilhelms Sattelknecht Aberle rettete dem Erbprinzen sein Leben durch einen gezielten Pistolenschuss auf den feindlichen Reiter. Nach vier Angriffswellen gerieten die französischen Reihen in Unordnung. Die Franzosen führten Truppen zur Verstärkung aus dem Zentrum in die gefährdeten Bereiche. Dadurch ergab sich eine Lücke, die John Churchill erkannte und einen Angriff der 8.000 Mann starken Kavallerie in die Lücke befahl. Dadurch entstand eine völlige Verwirrung in der französisch-bayerischen Armee, die in einer haltlosen Flucht der französisch-bayerischen Armee endete. Die Zahl der Verwundeten unter den Franzosen und Bayern wurde auf 24.000 Mann beziffert und 6.000 Männer waren getötet worden. Der französische Marschall Tallard wurde gefangen genommen. Die Angreifer zählten 4.000 Tote und 7.500 Verwundete.

Die Franzosen flohen und überquerten den Rhein am 9. September bei Philippsburg. Das kaiserlich-englische Heer verfolgte die Fliehenden, konnte aber die Rheinüberquerung nicht verhindern. Kurfürst Max Emanuel floh nach Brüssel. Ihm wurde in der Folge die Kurfürstenwürde aberkannt und am 29. April 1706 die Reichsacht[3] über ihn verhängt. Seine Söhne wurden in Österreich unter Arrest gestellt und Bayern für zehn Jahre unter österreichische Herrschaft gestellt.

Karl Wilhelm wurde nach Landau beordert, wo die Festung belagert wurde. Am 21. September wagten mehrere Tausend Franzosen einen Ausfall. Karl Wilhelm organisierte in den angelegten Laufgräben die Abwehr und konnte somit den Ausfall abwehren. Während zahlreiche Offiziere fielen, blieb der Erbprinz dieses Mal unverletzt. Kaiser Joseph I., der am 22. September bei der Belagerungsarmee eintraf, zeigte sich über die erneut unter Beweis gestellte Tapferkeit des Prinzen beeindruckt. Ihm wurde daraufhin die Beförderung zum General-Feldzeugmeister des Schwäbischen Reichskreises in Aussicht gestellt, zu dem er am 12. Mai 1708 ernannt wurde. Am 25. November mussten sich die Franzosen ergeben und die hartnäckig verteidigte Festung aufgeben. Das kaiserliche Heer hatte 10.000 Mann durch Tod und Verletzung verloren, hinzu kamen Verluste durch Krankheiten auch aufgrund des Herbstwetters.

1705

Im Frühjahr kommandierte Karl Wilhelm zusammen mit dem Generalfeldmarschall Johann Karl von Thüngen[4] die Truppen an der Verteidigungslinie bei Lauterburg. Die Franzosen unternahmen jedoch keinen Angriff und zogen sich ins Elsass zurück.

Im August besetzte Ludwig Wilhelm Hagenau und Drusenheim und belagerte Fort Louis, welches auf dem Weg nach Straßburg lag. Durch diese Kriegsentwicklung war ein direkter französischer Angriff auf Baden-Durlachisches Gebiet unwahrscheinlicher geworden, weshalb die Markgräfliche Familie am 9. August wieder nach Durlach zurückkehrte. Karl Wilhelm verbrachte die Winterpause in Durlach bei seiner Familie.

1706

Die Kämpfe setzten sich fort. Generalfeldmarschall Johann Karl von Thüngen übernahm den Oberbefehl über die Rheinarmee. Ludwig Wilhelm kämpfte derweil immer noch mit einer Schussverletzung aus der Schlacht von Höchstädt, die nicht verheilen wollte. Während der Generalfeldmarschall persönlich Bericht bei Ludwig Wilhelm erstattete, befehligte Karl Wilhelm jeweils stellvertretend die Rheinarmee. Da sich der Gesundheitszustand von Ludwig Wilhelm nicht besserte, legte er am 31. Oktober sein Amt als Kaiserlicher Generalleutnant nieder und starb in seinem noch nicht fertiggestellten Residenzschloss Rastatt am 4. Januar 1707 mit nur 52 Jahren.

Neuer Oberbefehlshaber der Rheinarmee wurde daraufhin Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth[5]. Karl Wilhelms Schwager, Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg[6] wurde zum Generalfeldmarschall des Schwäbischen Reichskreises ernannt und wurde damit militärischer Vorgesetzter Karl Wilhelms.

Da es der Rheinarmee weiter an ausreichender finanzieller, materieller und personeller Unterstützung mangelte, gingen die zuvor im Lauf des Jahres 1705 eroberten linksrheinischen Gebiete wieder an die Franzosen verloren.

Karl Wilhelm erhielt den Auftrag, die Stollhofener Linie mit nur 2.000 Soldaten und 600 Dragonern[7] zu halten. Obwohl er massive Verstärkung forderte, erhielt er diese nicht. Der Französische Marschall Claude-Louis-Hector de Villars erschien daraufhin vor Bühl mit einer Armee von 30.000 Mann. Ein kleiner französischer Trupp bewegte sich dabei den Rhein entlang, bis er bei Daxlanden ankam. Karl Wilhelm gab aufgrund der eindeutigen Übermacht seine Stellung unbemerkt vom Feind auf und zog sich ohne Verluste in der Nacht des 24. Mai nach Pforzheim zurück. Der Verlust der strategisch wichtigen Verteidigungslinie kostete den frisch ernannten Oberfehlshaber Christian Ernst das Amt. Als neuer Oberbefehlshaber wurde nun Kurfürst Georg Ludwig von Braunschweig-Lüneburg, der spätere Georg I., König von England[8] ernannt.

Marschall Villar rückte bis nach Rastatt vor und besetzte das Schloss. Die Stollhofener Linie ließ er einebnen. Die Bevölkerung musste erneut unter der Besatzung der Franzosen leiden. Die Baden-Durlachische Markgräfliche Familie hatte sich im Mai erneut in ihr Exil nach Basel begeben müssen. Karl Wilhelms Frau blieb jedoch in der Karlsburg zurück und als im August Villar in Durlach ankam, erreichte sie durch Verhandlungen, dass die Markgrafschaft geschont wurde. Dieses Zugeständnis ließ sich der Baden-Durlachische Markgraf 50.000 Gulden kosten. Zusätzlich erreichte Magdalena Wilhelmine von Württemberg, dass sich der nichtbewaffnete Adel, Beamte und der Klerus mit französischen Pässen frei in der Markgrafschaft bewegen konnten. Der französische Marschall rückte weiter nach Stuttgart vor. Auch der Württembergische Hof flüchtete daraufhin in die Schweiz. Da der Herzog bei der Armee war, verhandelte in Stuttgart Magdalena Sibylla, die Mutter der Herzogs mit dem Marschall. Auch sie erreichte durch hohe Geldzahlungen eine weitgehende Verschonung des herzoglichen Gebiets.

Währenddessen rüstete der neue Oberbefehlshaber die Rheinarmee neu aus und bereitete mit Herzog Eberhard Ludwig einen neuen Vorstoß über Crailsheim und Heilbronn an den Rhein vor. Er befahl zudem die Errichtung der Ettlinger Linie als neue, nun nördlicher gelegene Verteidigungsstellung mit einer Gesamtlänge von rund 70 Kilometern.


1708

Karl Wilhelm bezog im Frühjahr mit seinem Regiment die Stellungen der Ettlinger Linie. Am 12. Mai wurde ihm der Rang eines General-Feldzeugmeister des Schwäbischen Reichskreises verliehen, womit er zum dritthöchsten Offizier des Reichskreises aufgestiegen war.


1711

30.000 kaiserliche Soldaten waren an der Ettlinger Linie versammelt. Oberbefehlshaber dieser Truppe war Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg. Am 29. Juli kam auch Prinz Eugen hinzu und richtete sein Hauptquartier in Mühlburg ein.

1712

Etliche Soldaten an der Ettlinger Linie erkrankten an der Ruhr. Die Krankheit verbreitete sich auch auf die in der Umgebung wohnenden Zivilisten.

1713

Die Kriegshandlungen hatten aufgrund des Frieden von Utrecht überall geendet, bis auf das Oberrheingebiet. Der habsburgische Kaiser Karl VI. von Habsburg[9] führte weiter Krieg, weil er hoffte, dass es ihm doch noch gelingen würde, Spanien und Österreich zu vereinigen. Die Truppen, die durch die Friedensschlüsse in Italien und den Niederlanden frei geworden waren, wurden nach Baden an die Ettlinger Verteidigungslinie verlegt, bis sie eine Stärke von etwa 100.000 Soldaten erreichten.

Prinz Eugen erhielt den Oberbefehl über die Rheinarme, hatte aber eine defensive Haltung einzunehmen. Marschall Villar, der über 130.000 Soldaten verfügte, belagerte Landau 56 Tage lang und nahm es am 20. August nach der Kapitulation der Belagerten ein. Danach zog er brandschatzend durch die Pfalz und Baden und eroberte am 16. November Freiburg, welches zu jener Zeit zu Österreich gehörte. Prinz Eugen war nicht in der Lage, Villar daran zu hindern. Der Kaiser sah ein, dass er Frankreich ohne die bisherigen Bündnispartner nicht besiegen konnte und befahl Prinz Eugen, mit Villars Friedensverhandlungen zu beginnen. Sie wurden ab dem 26. November in Rastatt aufgenommen.

1714

Der österreichische Friedensschluss ging als Frieden von Rastatt in die Geschichte ein. Der Kaiser verzichtete auf den spanischen Thron, erhielt aber im Gegenzug dazu den spanischen Teil der Niederlande, Sardinien und die spanischen Besitzungen in Italien wie das Königreich Neapel und die Herzogtümer Mailand und Mantua. Weil Prinz Eugen keine Ermächtigung für das Deutsche Reich hatte, wurde im September in Baden bei Zürich in der Schweiz eine weitere Friedensvereinbarung zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich geschlossen. Der zuvor geächtete Kurfürst Max Emanuel von Bayern, der sich in Paris aufgehalten hatte sowie der Erzbischof von Köln wurden wieder mit ihren alten Rechten eingesetzt. Frankreich durfte die Festung Landau behalten und gab Kehl an das Deutsche Reich zurück, was auch für die rechtsrheinisch besetzten Gebiete um Freiburg galt. Die Rheinbrücke bei Hüningen musste abgerissen werden.

Der Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach versuchte vergeblich Schadenersatzforderungen in den Friedensverhandlungen zu erheben.

Aus Dankbarkeit für das Ende des Krieges ließ Markgräfin Sibylla Augusta (16751733) in Rastatt die Einsiedelner Kapelle errichten.

Erinnerung

In der Region Karlsruhe erinnert heute noch am Waldrand bei Spessart das Hohenzollernkreuz an Graf Hermann Friedrich von Hohenzollern (16651733), der während des Spanischen Erbfolgekrieges Befehlshaber der kaiserlichen Truppen in Ettlingen war.

Siehe auch

Personen:

Weblinks

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Schwäbischer Reichskreis“
  2. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Reichsstände“
  3. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Reichsacht“
  4. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Johann Karl von Thüngen“
  5. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth“
  6. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg“
  7. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Dragoner“
  8. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Georg I. (Großbritannien)“
  9. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Karl VI. von Habsburg“
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