Familie von fünf halben Kugeln

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Drei Halbkugeln hinter einem Zaun während des Umbaus des Mathematikgebäudes

Die Familie von fünf halben Kugeln ist ein Kunstwerk von Max Bill am Kollegiengebäude Mathematik am KIT.

Geschichte

Der Künstler Max Bill (1908-1994), in den 50er Jahren Rektor der Hochschule für Gestaltung in Ulm, bekam 1964 den Auftrag, ein Kunstwerk für das damals im Bau befindliche Kollegiengebäude Mathematik zu gestalten. Er entwarf bis 1966 fünf Kugeln mit einem Durchmesser von 240cm; jede der Kugeln sieht anders aus, jedoch haben alle genau den gleichen Rauminhalt einer halben Kugel. Sie bestehen aus Kunststein, da der geplante hellgraue Granit zu Statikproblemen geführt hätte und zudem zu teuer war.

Drei der Kugeln liegen im Innenhof des Gebäudes, die zwei anderen liegen an den beiden Treppenaufgängen.

Bill über sein Werk: „Die gebräuchliche Mathematik ist symbolisiert durch den realen Teil der Kugel. Die von uns in Gedanken zu ergänzende obere Hälfte stellt den geistigen Überbau dar mit den noch unentwickelten Gebieten der Mathematik.”

Im Juni 2012 sind drei Skulpturen aufgrund der Sanierung des Mathematikgebäudes abgebaut und liegen auf einem Parkplatz an der Ecke Waldhornstraße / Zirkel. Seit Beendigung der Arbeiten im August 2015 befinden sie sich im Atrium des Gebäudes.

Bilder

Literatur

  • Familie von fünf halben Kugeln (115), Seite 238–240 in Claudia Pohl: „Kunst im Stadtraum – Skulpturenführer für Karlsruhe“, erschienen 2005 im Info Verlag, ISBN 3-88190-399-2

Weblinks