Ernst Friedrich von Baden-Durlach

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Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach (* 17. Oktober 1560 in Durlach; † 14. April 1604 in Remchingen).

Leben und Wirken

Nach seiner Volljährigkeit 1584 übernahm er die Regierungsgeschäfte von seiner Mutter Anna von Veldenz. Sie hatte, nach dem Tod seines Vaters Karl II. von Baden-Durlach, die Vormundschaftsrergierung geleitet. Das Land wurde unter ihm und seinen beiden Brüdern, Jakob III. von Baden-Durlach und Georg Friedrich von Baden-Durlach aufgeteilt.

Aus der am 21. Dezember 1585 geschlossenen Ehe mit Anna von Ostfriesland (* [26. Juni 1562; † 21. April 1621) gingen keine Kinder hervor.

1586 gründete er das Bismarck-Gymnasium als „Gymnasium illustre“.

Ab 1588 ließ er das ehemalige Kloster Gottesaue zum Schloss umbauen.

Nach dem Tod Jakobs (1590) erhielt er dessen Landesteil, die Markgrafschaft Baden-Hachberg. Da sich Eduard Fortunat von Baden verschuldete, übernahm er 1595 die Regierungsgeschäfte der Markgrafschaft Baden-Baden.

Im Jahre 1599 trat er zum reformierten Glaubensbekenntnis über und ließ auf Schloss Staffort ein neues Glaubensbekenntnis, das Stafforter Buch, drucken. Er wollte die ganze Markgrafschaft zum Kalvinismus bekehren.

Auf dem Weg zum Glaubenskrieg gegen bewaffnete Bauern aus Pforzheim erlitt er einen Schlag. Er starb noch am selben Tag, dem 14. April 1604, in Remchingen und wurde in der Familiengruft in Pforzheim bestattet.

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