Christuskirche: Unterschied zwischen den Versionen

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Die ersten Planungen zum [[Kirche]]nbau gehen auf die Jahre [[1888]] bis [[1892]] zurück, der Zuschlag erfolgte jedoch nach einem Architektenwettbewerb und nach Änderungen an die Architekten Curjel und Moser. [[1896]] wurde mit dem Bau begonnen. In vielen Details wich man von der [[Neugotik|neugotischen]] Planung in Richtung [[Jugendstil]] ab. [[1900]] wurde die Kirche fertiggestellt und am 14. Oktober geweiht.
 
Die ersten Planungen zum [[Kirche]]nbau gehen auf die Jahre [[1888]] bis [[1892]] zurück, der Zuschlag erfolgte jedoch nach einem Architektenwettbewerb und nach Änderungen an die Architekten Curjel und Moser. [[1896]] wurde mit dem Bau begonnen. In vielen Details wich man von der [[Neugotik|neugotischen]] Planung in Richtung [[Jugendstil]] ab. [[1900]] wurde die Kirche fertiggestellt und am 14. Oktober geweiht.
   

Version vom 6. Oktober 2009, 18:28 Uhr

Disambig-50px.png Dieser Artikel behandelt die Christuskirche in Karlsruhe, weitere Kirchen siehe Christuskirche (Begriffsklärung).

Christuskirche am Mühlburger Tor

Die Christuskirche befindet sich am Mühlburger Tor und wurde 1896 bis 1900 nach Plänen von Curjel & Moser als evangelische Kirche der Karlsruher Weststadt erbaut.

Aktuell ist die Kirche von Mai 2008 bis zum 1. Advent 2009 wegen Renovierung geschlossen (siehe unten).

Geschichte

Friedensglocke

Die ersten Planungen zum Kirchenbau gehen auf die Jahre 1888 bis 1892 zurück, der Zuschlag erfolgte jedoch nach einem Architektenwettbewerb und nach Änderungen an die Architekten Curjel und Moser. 1896 wurde mit dem Bau begonnen. In vielen Details wich man von der neugotischen Planung in Richtung Jugendstil ab. 1900 wurde die Kirche fertiggestellt und am 14. Oktober geweiht.

Im Juni 1942 mussten die Glocken der Kriegsmaschinerie der Nazis geopfert werden und wurden zu Munition und Waffen umgeschmolzen.

Die Christuskirche wurde im Verlauf des 2. Weltkrieges, in der Bombennacht vom 2./3. September 1942 beim Großangriff auf Karlsruhe und vom 4./5. Dezember 1944 bei einem erneuten Luftangriff schwer beschädigt. Hierbei kam es neben großen Schäden an Fenstern und Gewölben zu Schäden an der Rosette des Fronteingangs. Sofort nach Ende des Krieges begann man mit dem Wiederaufbau der Kirche. 1984 wurde der Wiederaufbau des ursprünglichen Turmhelm beschlossen, bis 1988 war dies dann realisiert.

2004 bekam sie eine neue Glocke, die am 24. September 2004 bei den Glockentagen auf dem Marktplatz gegossen wurde. Sie ist mit dem Ton f0 (176 Hz) die tiefste Glocke in Baden-Württemberg. 1000 Personen haben sich an den Kosten der Glocke beteiligt und sind als Spender eingraviert.

Renovierung 2008/09

Von Mai 2008 bis Ende 2009 wird die Kirche renoviert und saniert. Dabei werden die undichten Blei-Fenster saniert und aussen neue Fenster vorgebaut, die elektrische Heizung unter den Bänken wird durch eine Gas. Fussbodenheizung ausgetauscht, dadurch wird auch der Boden erneuert. Die Elektroinstallation wird durch eine neue Busgesteuerte Anlage ersetzt. Die alte Herforder „Läutemaschine“, die die Glocken steuert, wird erhalten. Als letztes werden im Keller für die Gotteshausbesucher neue Toiletten eingebaut.

Zudem wird die Orgel ausgebaut und in Bonn restauriert. Sie wird wohl erst im April 2010 wieder bespielbar sein.

Die Baukosten betragen 1,7 Millionen Euro für den Innenbereich und 1,3 Millionen für die Orgel.

Klais-Orgel

In der Kirche befindet sich eine alte Klais-Orgel.

Für die 1,3 Millionen Euro teure Renovierung wurden u.a. Benefizkonzerte und Benefizkunstauktionen veranstaltet. Auch Privatpersonen können sich an den Kosten beteiligen, indem sie Antiquitäten von Antik & Art versteigern lassen.

Im Juni und Juli 2008 wird die Orgel abgebaut und bei der Firma Klais in Bonn um 1000 Pfeifen erweitert, so dass sie 2010 in neuem Glanz erstrahlen kann (siehe oben). Sie wird dann die größte Kirchenorgel zwischen Freiburg und Mannheim sein.

Neben der großen Klais-Orgel in der Christuskirche gibt es noch eine weitere Besonderheit: im Jahre 2004 erbaute der Orgelbauer Matthias Wagner aus Grünstadt eine fahrbare Chororgel.

Bilder

Weblinks