Büchenau

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Verwaltungstelle Büchenau
Osterbrunnen am Vogelpark
Baggersee Alte Allmend/Metzgerallmend

Büchenau ist ein Stadtteil von Bruchsal im Landkreis Karlsruhe. Er liegt westlich von Untergrombach in der Rheinebene und besitzt zwei eigene Baggerseen. Die Ortschaft liegt direkt an der Badischen Spargelstraße.

Geographie

Lage von Büchenau in Bruchsal

In Büchenau leben 2347 Einwohner [1]. Östlich von Büchenau befindet sich Untergrombach, südöstlich Staffort. Im Nordwesten schließt an die Gemarkung Büchenaus Spöck an, während im Norden Neuthard anschließt. Auf den umliegenden Feldern, die gekennzeichnet sind durch sandige Böden, wurde seit mehreren hundert Jahren bis 2009 Tabak angebaut, zunehmend auch Spargel, den man zur Saison direkt bei den Erzeugern erwerben kann.

Baugebiet Gärtenwiesen

2007 wurde mit der Erschließung des östlichen Teils des Neubaugebietes Gärtenwiesen begonnen. Es ist ein Wohngebiet mit 92 Grundstücken mit Grundstückflächen von 210-615 m² und einer Gesamtfläche von 8,4 ha. Erschlossen wurde zunächst nur das Teilgebiet Gärtenwiesen-Ost mit einer Größe von 5,9 ha. Seit Dezember 2007 sind die Grundstücke bebaubar. Sichtbar sind die Vorkehrungen gegen Hochwasser, die durch die Lage Büchenaus an der ehemaligen Kinzig-Murg-Rinne begründet sind.

Geschichte

1281 wurde Büchenau unter dem Namen Buchelnawe (=Niederlassung auf einer Au im Buchenwald) erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zunächst zur Stadt Bruchsal und galt lediglich als räumlich getrennte Siedlung; die Büchenauer Bewohner waren Inhaber Bruchsaler Bürgerrechtes. Um 1500 wurde Büchenau zu einer selbstständigen Gemeinde erhoben.

Für den Ort, der zum Hochstift Speyer gehörte, hatten Hanf (seit 1531 in Büchenau nachweisbare Hanfwaage) und Tabak (1771 wurde erstmals Tabak verwogen) größere Bedeutung.

Am 02. Februar 1945 wurde der Ort bei einem Bombenangriff der alliierten Streitkräfte (der eigentlich Karlsruhe galt) nahezu vollständig zerstört. 1972 wurde der Ort in Bruchsal eingemeindet.

Vom 8. bis 9. April 2006 feierte das Dorf das 725jährige Jubiläum.

Ortswappen

Wappen Büchenaus

Büchenau führte nachgewiesen schon seit 1746 ein eigenes Gemeindesiegel mit einem Christusmonogramm als Wappenbild. Das seit 1826 nachweisbare Wappenbild stellt eine aus älterer Zeit stammende Dorfmarke dar. 1907 wurde das Wappen beanstandet. Der Wappenvorschlag des Ministeriums des Inneren wurde von der Gemeinde angenommen, wurde aber nicht ausgeführt. 1951 wurde das Wappen erneut beanstandet. Man ging dem Wunsch des Büchenauer Gemeinderats nach und nahm die seit 1531 nachweisbare Hanfwaage in das neue Wappen auf. Entgegen des Wunsches der Gemeinde eine ganze Tabakpflanze als Symbol für den Tabakanbau neben der Waage darzustellen, wurde nach dem Vorschlag des Badischen Generallandesarchivs nur ein einzelnes Tabakblatt gewählt. Das Generallandesarchiv hat die Farben Gold (Gelb) und Rot vorgeschlagen. Ursprünglich vorgesehen waren die Farben Silber (Weiß) und Blau (Speyer). Man hat sich gegen die Speyerischen Farben entschieden, weil eine große Anzahl der benachbarten Gemeinden diese Farben bereits führte. Am 19. Juli 1958 wurde schließlich der damaligen Gemeinde Büchenau das Recht, das derzeitige Wappen zu tragen, vom Badischen Generallandesarchiv verliehen.

Bildung

Soziale Einrichtungen

Ortsbild und Sehenswürdigkeiten

St. Bartholomäuskirche
Maria-Hilf-Kapelle
Nachbau des Ziebelturms der Pfarrkirche neben dem Pfarrzentrum
Historische Tafel zum ältesten Fachwerkhaus in Büchenau

Kirchengebäude

St. Bartholomäuskirche

Maria-Hilf-Kapelle

  • Die Maria-Hilf-Kapelle wurde 1863-1864 erbaut.
  • 1998 erfolgte eine aufwändige Renovierung.

Altes Pfarrhaus

  • Im alten Pfarrhaus ist heute das Pfarrbüro untergebracht.

Pfarrzentrum St. Bartholomäus-Haus

  • Eingeweiht wurde das Pfarrzentrum am 2. Dezember 1979.

Wegkreuze

Fachwerkhäuser

  • In Büchenau befinden sich im Ortskern mehrere gut erhaltene Fachwerkshäuser.

Ehemaliges Rathaus

  • Hier ist die Verwaltungsstelle des Ortes untergebracht.
  • Außerdem befindet sich in diesem Gebäude ein Unterrichtsraum des DRK-Büchenau.
  • 1928 wurde vom Büchenauer Gemeinderat beschlossen, das Rathaus zum Schulsaal und zur Lehrerwohnung umzubauen.

Vogelpark

  • Der Vogelpark des Kleintierzuchtvereins befindet sich in der Ortsmitte.
  • Jedes Jahr zu Ostern wird ein weit über den Stadtteil bekannter Osterbrunnen geschmückt.

Altes Schulhaus

  • Das Alte Schulhaus wurde 1888 erbaut.
  • Dahinter befindet sich die Grundschule des Ortes, welche im Jahre 1963 eingeweiht wurde.

Mehrzweckhalle

  • Spatenstich durch Oberbürgermeister Dr. Adolf Bieringer 1981, geplant von Prof. Rudolf Kleine.
  • Einweihung am 18. November 1983

Historische Tafeln

Im Jahre 2009 hat die Bruchsaler Tourismus, Marketing und Veranstaltungs GmbH (BTMV) zwölf historische Tafeln an herausragenden Punkten in Büchenau aufstellen lassen. Gleichzeitig wurden sechs Gässchen beschildert. Am Projekt beteiligt waren das BTMV, die Ortsvorsteherin Marika Kramer, der Arbeitskreis Ortsgeschichte und das Kulturamt der Stadt Bruchsal. Eingeweiht wurden die Schilder im Rahmen eines Stadtrundgangs Ende März 2009. Siehe auch: Historische Tafeln in Büchenau

Politik

Bürgermeister

Ortsvorsteher

Ortschaftsrat

Der aktuell bestehende Ortschaftsrat wurde am 7. Juni 2009 gewählt und setzt sich aus 10 Mitgliedern zusammen.

Partei Stimmen Sitze
CDU 45,22 % (+5,1) 5 (+1)
FW 38,34 % (-6,8) 3 (-1)
SPD 21,54 % (-0,38) 2 (0)
REP 2,06 % (?) 0 (?)

Die in der Tabelle in Klammern angegebenen Werte geben die Differenz zur letzten Ortschaftsratwahl an.

  • Wahlbeteiligung: 61,83 % (1045 Wähler)
  • Ungültige Stimmzettel: 32 (3,06 %)

Parteien

Wirtschaft und Infrastruktur

Hotels und Gaststätten

Vereine

siehe hierzu: Vereine in Bruchsal

Vereinstermine in Büchenau

Literatur

Weblinks

Fußnoten

  1. Statistikstelle der Stadt Bruchsal - (Stand: 30.12.2016)
Bruchsaler Stadtteile
Bruchsal, Büchenau, Heidelsheim, Helmsheim, Obergrombach und Untergrombach sind die Stadtteile Bruchsals.