Albert Gönner

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Albert Rudolf Gönner (* 29. März 1838 in Neufra; † 5. Juli 1909 in Baden-Baden) war Oberbürgermeister in Baden-Baden.

Leben und Wirken

Albert Gönner wurde als Sohn des Fürstlich-Fürstenbergischen Försters Karl Gönner geboren. Sein Vater schickte ihn „aufs Lyzeum“ nach Freiburg. Dort sowie in Heidelberg und München studierte er später auch Jura, seine Prüfung legte er zwischen 1862 und 1864 in Karlsruhe ab. Im Großherzoglichen Badischen Staatsdienst begann er als Jurist, bereits 1866 war er Amtmann.

1875 starb Baden-Badens Bürgermeister August Gaus und es wurde ein Nachfolger gesucht. Aufgrund der neuen Städteordnung von Juni 1874 gehörte Baden-Baden zu den sieben Städten, die in Zukunft von einem hauptamtlichen Oberbürgermeister geleitet werden sollten. Die Wahl durch den Bürgerausschuss fand am 20. April 1875 statt, mit Gönner wurde erstmals kein Mann aus der eigenen Mitte, sondern ein Auswärtiger gewählt. Dieser weilte zur Zeit der Wahl in Neustadt, ihm wurde ein Telegramm mit dem Wahlergebnis zugestellt. Gönner nahm die Wahl an und wurde am 30. April 1875 von spalierstehenden Badenern begrüßt. Er bekam ein Anfangsgehalt von 6.000 Mark im Jahr sowie eine Dienstwohnung im dritten Stock des Rauthauses gestellt.

Im Oktober 1907 trat er aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück, wenige Tage nach dem Tod von Großherzog Friedrich I. von Baden.

Er ist in Baden-Baden begraben.

Ehrungen

  • Die Gönneranlage ist nach ihm benannt.
  • Ehrenbürgerschaft von Baden-Baden (1907)

Quelle

  • Robert Erhard: „Das Heilbad blüht regelrecht auf” und „Der Oberbürgermeister wird von vielen verehrt”, erschienen am 7. und 8. Juli 2009 in den BNN.