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Version vom 16. September 2009, 15:43 Uhr

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Ereignisse

1. März
Ein Bombenangriff der amerikanischen Luftwaffe tötete um 14.00 Uhr mehr als 1.000 Menschen und zerstörte unmittelbar vor Kriegsende die komplette Innenstadt von Bruchsal und das Bruchsaler Schloss.
31. März
An diesem Ostersamstag erleben die verbliebenen Karlsruher den längsten und letzten Luftalarm des Krieges von 06:30 bis nach 19:00 Uhr. Insgesamt gibt es 1032 Alarme in der Stadt und etwa 100 Luftangriffe, bei denen 1754 Menschen sterben und 3508 verletzt werden. Etwa 25 Prozent aller Gebäude sind total zerstört, darunter sehr viele historische Bauten der Innenstadt. Deutsche Pioniere sprengen wegen des Vormarsches der Franzosen verschiedene Brücken, darunter die Autobahnbrücke bei Wolfartsweier.
3. April
Oberstleutnant im Generalstab Ernst Linke, Kommandant der Berliner "Bärendivision", entschließt sich entgegen einem Befehl zur kampflosen Räumung der Stadt. Dadurch verhindert Linke gegen den Widerstand der örtlichen NSDAP-Führung auch weitere Zerstörungen von Verkehrseinrichtungen durch die deutsche Wehrmacht.
4. April
Die Franzosen besetzen gegen geringen Widerstand von Nachhuten der Wehrmacht, Angehörigen der Polizei, des Volkssturms und der Hitler-Jugend die Stadt. Die Besatzung ist um 11:00 Uhr abgeschlossen, sie fordert unter der Bevölkerung elf Tote.
Einheiten der 1. Französischen Armee rücken auf Durlach vor.
5. April
Die Franzosen lassen durch deutsche Kriegsgefangene und arbeitsfähige Karlsruher die Barrikaden in der Innenstadt räumen. Josef Heinrich wird zum kommissarischen Oberbürgermeister ernannt. Durlach wird von französischen Truppen eingenommen.
Juni
Die Umbenennung von Straßen, Plätzen und Schulen in den Jahren nach 1933 wird rückgängig gemacht.
5. Juni
Die Vereinbarungen der Alliierten USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich über die Einrichtung von Besatzungszonen im besiegten Deutschland treten in Kraft. Karlsruhe liegt in der amerikanischen Zone, gerät jedoch durch die nahe Grenze zur französischen Zone in einen "toten Winkel".
8. Juli
Gemäß dem alliierten Zonenabkommen besetzen die US-Streitkräfte die Stadt, nachdem tags zuvor die Franzosen abgezogen sind.
4. August
Der Sozialdemokrat Hermann Veit wird in sein Amt als Oberbürgermeister eingeführt. Seine Ernennung durch die Militärverwaltung erfolgt auf Vorschlag von Vertretern der ehemaligen demokratischen Parteien der Weimarer Republik.
19. September
Bei der Bildung des Landes Württemberg-Baden mit der Hauptstadt Stuttgart verliert Karlsruhe seinen seit der Gründung innegehabten Rang als Residenz- bzw. Hauptstadt.
Oktober
Gründung der Aufräumungs-Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe (AAK)
29. Dezember
Nachdem bei Kriegsende etwa 20.000 Menschen in der Stadt lebten, sind es jetzt 137.920.

Geboren

29. Januar
in Buchen: Harald Hurst, Mundartautor
9. Februar
Heinz Fenrich, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe
26. August
Jürgen Gottmann, Journalist und stellv. Chefredakteur der BNN

Gestorben

23. Januar
Reinhold Frank, Opfer des Nationalsozialismus
26. Februar
Otto Fikentscher, Maler
4. April
Eugen Kleiber, Opfer des Nationalsozialismus
5. April
in Ettlingen: Roland Betsch, badisch-pfälzischer Schriftsteller, Erzähler und Dramatiker.
13. September
Karl Jäck, Grötzinger Bürgermeister
27. November
Georg Scholz, Künstler

Weblinks

Das MurgtalWiki zum Thema „1945“