Wilhelmine Schrickel

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Wilhelmine Schrickel auch Mina Schrickel, verh. Steinmüller (* 16. September 1813 in Karlsruhe, † Oktober 1895 in Baltimore, USA), war eine Karlsruher Kammersängerin.

Leben

Die in Karlsruhe geborene Wilhelmine Schrickel bekam durch Großherzogin Stephanie von Baden eine Gesangsausbildung in Frankreich und Italien, wo sie unter anderem die "Lucia" in Gaetano Donizettis "Lucia di Lammermoor" sang.

1842 war sie Mitglied der Deutschen Oper am K.& K. Hoftheater in Wien und ging dann nach Karlsruhe zurück. Im gleichen Jahr wurde sie als Gastsängerin an das Königliche Hoftheater in Hannover im Leineschloss engagiert.

Georg Fischer schreibt in seinem Buch 1899:

„Für sie trat 1842 Frl. Schrickel aus Carlsruhe ein, welche auf Kosten der Großherzogin von Baden in Italien und Frankreich ausgebildet war. Mit einer glockenreinen Stimme von grosser Höhe verband sie eine spielend leichte Coloratur und routinirtes Spiel. Sie gefiel beim Gastspiel als Nachtwandlerin ("La sonnambula" – Die Nachtwandlerin - von Vincenzo Bellini) und Donna Anna ("Don Giovanni" von Wolfgang Amadeus Mozart) sehr, wobei zu aller Freude Gey wegen Unpässlichkeit des steifen langen Steinmüller den Don Juan übernommen hatte. Die Schrickel wurde die Gattin Steinmüller´s und blieb mit diesem bis zum Jahre 1852 der hiesigen Oper erhalten.“

1844 spielte sie in Hannover die "Casilda" in "Des Teufels Antheil" ( "La part du diable" von Daniel Auber), 1846 die Titelrolle der "Norma" (Vincenzo Bellini), der "Lucia di Lammermoor" (Gaetano Donizetti) und die "Linda di Chamounix" (Gaetano Donizetti). 1847 zusammen mit ihrem Mann in der Oper "Die Hochzeit des Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart, 1848 in der Oper "Belisario" von Gaetano Donizetti und 1850 in der romantischen Oper "Der Vampyr" von Heinrich Marschner, wieder mit ihrem Ehemann, dem Hofopernsänger Joseph Steinmüller (Bass-Bariton) den sie 1845 geheiratet hatte. 1852 gingen beide an die königliche Oper nach Berlin.

Adressbucheintrag 1853 in Berlin:

„Steinmüller – geb.Schrickel, Kammersängerin Ihrer K.Hoheit der verw. Frau Großherzogin Stephanie von Baden, Zimmerstr. 19“

Literatur

  • Georg Fischer: „Opern und Concerte im Hoftheater zu Hannover bis 1866“, Hannover 1899
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