Werner Kornhas

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Werner Kornhas (* 16. August 1910; † 8. Oktober 1992 in Karlsruhe) war Maler und Grafiker. Sein Atelier hatte er in der Händelstraße 10.

Leben

Werner Kornhas wurde als Sohn des Keramikers Carl Kornhas (1857–1931) und Marie Kornhas (1864–1945) geboren. Carl Kornhas wurde vom Großherzog von Baden aus Italien nach Karlsruhe geholt. Seine Kenntnisse über Keramikglasuren hat er mit ins Grab genommen, er gab sie auch nicht seinen Schülern an der Badischen Landeskunstschule weiter.

Von 1930 bis 1934 studierte er an der Kunstakademie Karlsruhe, bei Prof. Georg Scholz und war später Meisterschüler bei Prof. Hermann Goebel (1885–1945). Da sein leiblicher Vater 1931 starb, wurde der Vater seines Freundes, der Kinderarzt Franz Lust, zu seinem Ersatzvater.

1942 heiratete er die Tänzerin und Tanzpädagogin Waltraut Schwab. 1945 starb seine Mutter.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft in Karelien (Murmansk) 1949 entstanden zahllose graphische Blätter. Er galt als der Zeichner des Karlsruher Dörfles. Einige seiner Arbeiten sind in der Mappe „Karlsruher Impressionen” (Druckhaus Karlsruhe) veröffentlicht worden, andere in den 50er Jahren in den BNN, was ihn regional bekannt machte.

Sein Werk

Kornhas’ Schaffen ist sehr vielseitig und nicht auf die Arbeiten als Zeichner und Grafiker begrenzt. Im Grunde veränderte er seinen Stil bis zuletzt: Collagen, Stempeldrucke, Abstraktion. Viele seiner gegenständlichen Motive sind auf Reisen, vor allem in Süditalien, z.B. Amalfi, Positano, Ischia, entstanden. Hier verbrachte er viele Monate, lebte häufig bei Fischern, mit denen er aufs Meer hinausfuhr. Er lebte als Lebenskünstler für und von seinen Werken, die heute sowohl in öffentlichen als vor allem in zahlreichen privaten Häusern aufbewahrt werden.

Zahlreiche Ausstellungen unter anderem in Baden-Baden, München, Berlin, Dresden, Straßburg, Mannheim, Karlsruhe (z.B. 1981 Badischer Kunstverein). Öffentliche Sammlungen: Stadt Karlsruhe, Regierungspräsidium Karlsruhe.

Ehrungen

Literatur

Weblink