Tulpenmädchen

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Eng verknüpft mit der Stadtgründung Karlsruhe ist die Legende von den Tulpenmädchen.

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Tulpenmädchen

Nachdem Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach 1715 das Karlsruher Schloss gebaut und die Stadt gegründet hatte, lebte er in seiner neuen Residenz, während seine streng lutherische und als streitbar bekannte Gattin Magdalena Wilhelmine von Württemberg in der Karlsburg in Durlach wohnen blieb. Dieser Umstand gab schon zu jener Zeit allerlei Anlass zu Gerüchten. An die 60 Mädchen, möglicherweise Durlacher Bürgermädchen, sollen dem Markgrafen im Schloss zu Diensten gewesen sein. Belegt ist offenbar, dass einige von ihnen Kinder hatten, deren Väter unbekannt waren und die allesamt Carl oder Carlina hießen. Für die Erziehung scheint der Markgraf aufgekommen zu sein.

Liselotte von der Pfalz schrieb über die Zustände im Hardtwald:

"Ich habe schon von dem ridicullen Serail gehört, 
so der Margraff von Durlach helt. Wie ich jetzt 
von unßern Teütschen, es seye Fürsten oder ander 
Herrn höre, so seindt sie alle so närisch, alß 
wenn sie auß dem Dolhauß kämen; 
ich schamme mich recht davor."

(zitiert nach: Kleine Geschichte der Stadt Karlsruhe von Georg Patzer, S. 9)

Der Spitzname "Tulpenmädchen" wurde offenbar erst sehr viel später geprägt.

Literatur

Belletristik

  • Sylvia das Tulpenmädchen : ein Roman aus der Gründerzeit der Residenzstadt Karlsruhe von Toni Peter Kleinhans. Mit Zeichn. von Brigitte Kratochwil-Hardt. - 1. Aufl.. - Karlsruhe : INFO, 1991 (INFO-Literatur-Reihe), ISBN 3-88190-128-0

Sachliteratur

  • Kleine Geschichte der Stadt Karlsruhe von Georg Patzer. - 1. Aufl.. - Karlsruhe : Braun; Leinfelden-Echterdingen : DRW-Verl. Weinbrenner, 2004, ISBN 3-7650-8322-4
  • Susanne Asche, Barbara Guttmann, Olivia Hochstrasser, Sigrid Schambach, Lisa Sterr, Karlsruher Frauen 1715 - 1945. Eine Stadtgeschichte, Band 15 der Reihe Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Badenia Verlag, 1992, ISBN 3-7617-0265-5.

Siehe auch

Tulpengarde, Literatur über Karlsruhe

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