Tischgesellschaft Tolerantia Beiertheim

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Die Tischgesellschaft „Tolerantia“ Beiertheim (TBB) war eine Herrengesellschaft in Beiertheim.

Geschichte

Die Gesellschaft wurde 1876 gegründet. Gründungsväter waren Pfarrer Färber, der Waschanstaltenbesitzer Hess (Nachfolger von Herrn Pfizenmeier) sowie vermutlich der Schmiedemeister Haus. Unter den ersten Mitgliedern befand sich Herr Simon (wohnhaft in der Villa Pfizenmeier), Herr Zahler, Herr Langenstein (Gutsverwalter von Scheibenhardt), Lehrer Büchler, Malermeister Burz sowie der Wirt vom „Weisen Bären“, Herr Weber.

Den Statuten nach war der Zweck der Gesellschaft „die Förderung des freundschaftlichen Verkehrs an hiesigem Ort unter Benützung gesellschaftlich erlaubter Unterhaltungsmittel und Veranstaltung von gesellschaftlichen Unterhaltungsabenden auf kultureller Basis“. Es wurden regelmäßig Herrenabende abgehalten, Neujahrsfrühschoppen, an Fasching Kappenabende und im Frühjahr Ausflüge. Die Gesellschaft war von der Polizeistundenpflicht befreit, wovon vermutlich reger Gebrauch gemacht wurde.

Vereinslokal war bis 1956 (Abbruch des Gebäudes) „Zum Goldenen Hirsch”, geleitet von den Wirtsleuten Landolin und Florentine Ochs („Lando und Flora”), ab Juni 1956 der „Schwarze Adler“. Dort wurden die Getränke in eigenen Stammgläsern serviert.

1926 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert, dazu wurden von den Damen der Mitglieder ein Wimpel gestiftet, der aber nicht mehr auffindbar ist.

1936 hatte die Gesellschaft 40 Mitglieder (auch genannt „Tolerantianer”), 1956 waren es 31. Der Jahresbeitrag kostete 1937 3 Reichsmark, 1951 6 DM.

Nachdem 1951 noch das 75-jährige Bestehen gefeiert wurde, löste sich die Gesellschaft vermutlich um 1959 auf.

Quelle

Informationen bei der Ausstellung zur 900-Jahrfeier von Beiertheim in der Grund- und Hauptschule Beiertheim im Mai 2010.