Stiftskirche Bretten

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Stiftskirche
Westfront

Die Stiftskirche ist eine evangelische Kirche in Bretten der evangelischen Kirchengemeinde.

Ihr Turm ist 61 Meter hoch. Neben der Kirche befindet sich eine Statue des in Bretten geborenen Reformators Philipp Melanchthon (1497–1560), die 1861 errichtet wurde. Der Überlieferung nach (die aber bislang nicht nachgewiesen ist) wurde Melanchton in dieser Kirche getauft.

Geschichte

Die Kirche wurde vermutlich zwischen 1350 und 1400 errichtet. Der Kirchturm besteht zum Teil aus dem Bergfried einer zuvor auf dem Gelände befindlichen Burg. Zunächst wurde sie als St. Stephan, dann als St. Laurentius geweiht.

Um 1514 wurde an der Südseite des Schiffs durch die Adelsfamilie Bach eine Kapelle angefügt, die als Begräbinsstätte für angesehene Brettener Bürger diente. Zahlreiche Grabplatten sind erhalten.

Als die Kirche im Zuge der Reformation nach 1559 protestantisch wurde, wurde die Innenbemalung, die fast das ganze Kircheninnere umfasste, weiß übertüncht. Gleichzeitig erfolgte die Umbenennung in Stiftskirche, um sich von der Heiligenverehrung der Katholiken abzugrenzen.

Beim großen Brand 1689 blieb die Kirche vom Feuer verschont.

1705 wurde der katholischen Gemeinde der Chorraum überlassen, die Reformierten behielten das Schiff. Es wurde eine Trennmauer errichtet, und 1775 wurde der dahinterliegende Chor abgerissen, um einem größeren Neubau Platz zu machen.

Im 20. Jahrhundert sollten die historischen Bemalungen wieder freigelegt werden. Ein Kirchendiener zerstörte die Malereien jedoch unter Berufung auf reformatorische Tradition, so dass nur ein kleiner Teil sichtbar gemacht werden konnte.

Als die katholische Gemeinde im Jahr 1936 eine eigene Kirche baute, blieb die Trennmauer bestehen, der freigewordene Raum wird seither durch die evangelische Gemeinde als Gemeindehaus genutzt. Ebenfalls 1936 wurden in der Bachkapelle neue Fenster angebracht, die durch den Kunstmaler Albert Fink gestaltet wurden. Sie zeigen die Erhöhung und die Auferstehung Jesu.

1996 wurde das 30 m x 12,5 m große Deckengemälde in Temperatechnik von Willi Gilli ausgeführt.

1997 wurde eine neue Orgel hinter dem Altar angebracht. Sie wurde auf ein Stahlgestell positioniert, um den Blick auf ansonsten zugemauerte Überreste gotischer Arkaden zu ermöglichen.

Bilder

Adresse

Am Kirchplatz, 75015 Bretten

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