Stadion Honsellstraße

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Das Stadion Honsellstraße war bis zu seinem Abriss 1959 ein reines Fußballstadion des VfB Mühlburg. Es befand sich am Lameyplatz zwischen Rheinhafen und Entenfang in der Honsellstraße, wo sich heute die Mühlburger Feuerwache befindet.

Geschichte

Die Errichtung des Stadions begann mit einem Missverständnis: Das Land lag auf Besitz der Freiherren von Seldeneck und wurde dem FC Mühlburg pachtweise überlassen. Erst später stellte die Stadt Karlsruhe fest dass ein Viertel des Platzes auf städtischem Grundstück lag, so dass dieses separat gepachtet werden musste.

Der erste Sportplatz entstand 1908. im nächsten Jahr entstand ein erstes Klubhaus, einige Zeit später wurde dies um Bade- und Duschräume erweitert, was zu jener Zeit als Seltenheit galt. Das Stadion wurde 1942 vollständig zerstört, war aber 1947 wieder aufgebaut. Das Gelände konnte 1945 sogar erweitert werden. Die erste Begegnung lautete VfB gegen die Stuttgarter Kickers am 7. September 1947 (0:3). Das neue Stadion hatte keine Aschenbahn und bot Platz für 30.000 Personen. Hierbei handelte es sich fast ausschließlich um Stehplätze, es gab nur ein paar Bänke für die Kriegsversehrten.

Auf dem Gelände gab es noch ein barackenartikes Gebäude, die Geschäftsstelle des VfB sowie Umkleidekabinen sowie Parkplätze für Omnibusse der Gästefans. Zwei große dichtbelaubte Bäume wurden während Spielen beklettert – einmal brach ein Ast ab und einige Zuschauer stürzten in die Tiefe, wurden aber nicht schwer verletzt.

Besonders stolz waren die Mühlburger auf ihre Flutlichtmasten; bei näherem Betrachten taugten diese aber recht wenig, gegnerische Mannschaften waren davon nicht begeistert, weil sie nicht viel Licht spendeten.

Am 14. April 1951 fand hier ein B-Länderspiel gegen die Schweiz statt, das 0:2 verloren wurde.

In der Saison 1952/53 fusionierte der VfB Mühlburg mit dem FC Phönix zum Karlsruher SC, woraufhin der alte Phönix-Platz zum Wildparkstadion umgebaut wurde. Bis dieses fertig war, spielte auch der KSC seine Heimspiele im Mühlburger Stadion. Das letzte Punktspiel dort am 24. April 1955 lautete KSC gegen Eintracht Frankfurt (3:2), das allerletzte Spiel war ein Freundschaftsspiel am 25. Juni 1955 gegen Inter Mailand (2:1). Mehr als drei Jahre benutzte die Turnerschaft Mühlburg das Stadion, ehe es 1959 dann abgerissen wurde. Die Tribüne jedoch wurde nicht zerstört sondern sorgfältig zerlegt und steht heute im Albgaustadion in Ettlingen.

Literatur