St. Martin Landshausen

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Die Katholische Kirche des Ortes Landshausen ist dem St. Martin geweiht. Die zur Kirche gehörende Gemeinde ist Teil der Kirchengemeinde Heilig Geist Kraichtal-Elsenz.

Geschichte

Eine Martinskirche ist erstmals für das Jahr 1311 belegt. Über diese Kirche ist nichts näher bekannt. Erst für die Zeit nach Ende des Dreißigjährigen Krieges gibt es Dokumente, die die kleine Kirche als zunehmend baufällig beschreiben und teilweise Aufschluss über die Zuständigkeiten für den Erhalt derselben geben.

Im Januar 1750 wurde diese alte Kirche abgebrochen, die Grundsteinlegung für ein neues Gebäude feierte man im März des selben Jahres. Zuständig für den Bau zeichnete das Bruchsaler Ritterstift.

Die feierliche Fertigstellung des Neubaus folgte am 11. November 1751. Aus finanziellen Gründen konnte die Konsekration jedoch erst 1764 erfolgen.

Wand und Decke waren mit Blütendekor und Ornamenten verziert. Es gab zwei Seitenaltäre, die Kanzel befand sich rechts des Hauptaltars. Das ewige Licht war an einem Langen Seil angebracht, dass von der Altarraumdeckenmitte herabhing.

1911 wurde die Kirche vergrößert und grundlegend neu gestaltet. Neben den künstlerisch gestalteten neuen Fenstern. Die beiden Seitenaltäre waren der heiligen Maria bzw. dem heiligen Josef geweiht.

1940 mussten vier der fünf Kirchenglocken abgegeben werden. Ob ein Angebot der Firma Telefunken, das Geläut vor der Demontage aufzuzeichnen um es der Nachwelt zu erhalten, angenommen wurde, ist nicht bekannt. 1950 wurden neue Glocken installiert. Weitere geplante Renovationstätigkeiten konnten zunächst wegen Material- und Geldmangels nicht durchgeführt werden. Erst anlässlich des 200jährigen Jahrestags der Kirchenfertigstellung ergaben sich durch Spenden die Mittel, eine Renovation durchzuführen.

Weitere Tätigkeiten waren 1960 die Anschaffung einer neuen Orgel (die ihrerseits 1993 ersetzt wurde) sowie einige Jahre später die Übermalung aller Wand-und Deckenverzierungen, was nicht unumstritten war. Auch wurden, um ein einheitliches Gestaltungsbild zu erreichen, die Fenster entfernt. In dieser Zeit wurde auch das Kircheninnere den Anforderungen des 2 Vatikanischen Konzils angepasst, was auch durch Austausch der Kirchenbänke geschah.

Als 1993 die Reparatur der Decke notwendig geworden war, überlegte man, die Blumenornamente aus der Zeit vor der Kirchenerweiterung wiederherzustellen. Da dies nicht möglich war, wurde im Mittelschiff ein vereinfachtes Blumendekor aufgetragen um wenigstens eine grobe Erinnerung an die ursprüngliche Gestaltung zu erreichen.

Im gleichen Zug fand auch eine grundlegende Außensanierung der Kirche statt.

Bilder

Lage

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