St.-Martins-Kirche Münzesheim

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St.-Martins-Kirche

Die St.-Martins-Kirche Münzesheim gehört zu der Evangelischen Kirchengemeinde Münzesheim. Sie befíndet sich im historischen Ortskern am Standort früher Kirchbauten.

Geschichte

Belegt ist eine Martinskirche für das Jahr 1273. 1520 wurde ein komplett neues Gebäude errichtet, das sich im Zentrum des damaligen Münzesheimer Friedhofs befand. Vom Vorgängerbau wurde eine Glocke aus dem Jahr 1497 übernommen. Ein Martinsaltar wurde im Zuge der Reformation im Jahr 1556 abgerissen. 1692 und 1734 kam es zu Plünderungen des Kircheninventars. Zwei Jahre zuvor war eine zusätzliche Glocke angebracht worden. Eine lange geplante Renovierung des beschädigten Gebäudes konnte 1745 durchgeführt werden.

1856 begann der drei Jahre andauernde Bau einer neuen Kirche. Von der alten Kirche wurden die Glocken, ein Christuskopfrelief und zwei aus dem 15. Jahrhundert stammende Fratzen, welche im Turm Verwendung fanden, übernommen. Vermutet wird auch, dass der Chor auf den Grundmauern der alten Kirche errichtet wurde. Im Kircheninnern befinden sich zudem zwei historische Grab- und zwei Wappensteine.

1897 wurde eine dritte Glocke montiert. Sie überstand den Zweiten Weltkrieg ebenso wenig wie jene aus dem Jahr 1732. Sie wurden 1950 durch eine „Friedensglocke“ und eine „Gedächtnisglocke“ ersetzt.

Anfang der 1970er Jahre sowie im Jahr 2009 erfolgte eine umfassende Renovierung.

Gestaltungselemente

  • Der Spruch über dem Turmportal lautet „Kommet her zu mir Alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Erbaut mit Gott in den Jahren 1856–1859“
  • Der Spruch über der südlich davon gelegenen Tür lautet „Selig sind Die Gottes Wort hören und bewahren“
  • Der Spruch über der nördlich vom Turmportal gelegenen Tür lautet „Herr ich habe lieb Die Stätte Deines Hauses und den Ort da Deiene Ehre wohnet.“ Psam 26.V: 8
  • An der Ostseite der Kirche befinden sich zwei vom Künstler Homolka gestaltete Türen, die beide die Szene der Mantelteilung durch den römischen Offizier Martinus zeigen. Die Sakristeitür zeigt die Szene als Einzelbild. Die Doppeltür, die als Kircheneingang dient, soll darstellen, wie der Kirchenbesucher den Mantel durch sein Kirchenbetreten selbst teilt.
  • Dieselbe Szene ist auch auf der Glocke dargestellt, die 1497 gefertigt wurde.

Lage

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