Schlossgarten Durlach
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Im Durlacher Schlossgarten bei der Karlsburg gibt es neben Blumenbeeten, Rasen und Bäumen vier Brunnen und zwei Spielplätze.
Geschichte
Der Durlacher Schlossgarten ist die älteste Gartenanlage der Stadt Karlsruhe.
Mitte des 16. Jahrhunderts, als Markgraf Karl II. die Residenz nach Durlach verlegt hatte, entstand ein Lust- und Botanischer Garten im Stil der Renaissance. Im 17. Jahrhundert wurde er mit barocken Stilelementen ausgestattet. 1641 wurde erstmals der Rosengarten als Bestandteil des Schlossgartens erwähnt.
Beim Brand 1689 wurde auch der Schlossgarten zerstört, aber Markgraf Friedrich Magnus ließ recht schnell Wiederaufbauplanungen entwickeln. Sein Nachfolger Carl Wilhelm stieß aber auf Widerstand in der Bevölkerung. Durch die Stadtgründung Karlsruhes 1715 verlagerten sich die Gartenaktivitäten in den neuen Lustgarten am Karlsruher Schloss.
1845 mussten Orangerie und Gewächshäuser der neuen Straßenführung weichen. Erst 1880 wird der Park eine öffentliche Anlage.
Seit Herbst 2007 gehört der Schlossgarten der Stadt Karlsruhe. Er konnte unentgeltlich vom Land Baden-Württemberg übernommen werden, welches ihn seit den 1930er Jahren an die Stadt verpachtet hatte. Nun kann auch mit der Sanierung der Tore und Parkmauern begonnen werden. Anlässlich dieser „Heimholung“ gab es am 31. Mai 2008 ein Schlossgarten-Musikfest mit verschiedenen Chören und Musikkapelle.
Planung eines Lapidarium
Ein Lapidarium ist eine Sammlung von Steinwerken, z.B. Grabsteinen. So etwas soll im Schlossgarten errichtet werden, da es zahlreiche römische Steine mit Inschriften und Bildern aus und um Durlach gibt. 13 Steine mit Götterbildern, Gedenk- und Grenzsteinen existieren noch aus dem Lapidarium von Friedrich VI. von Baden-Durlach. Diese wurden 1854 ins Museum am Friedrichsplatz gebracht um sie zu schützen. Heute sind sie im Badischen Landesmuseum in Magazinen untergebracht. Fünf davon sollen nun zurück nach Durlach, eines erhielt bereits ein Berliner Museum. Weitere Stücke des geplanten Lapidarium sollen vom Alten Friedhof Durlach sowie der Nikolauskapelle kommen, da sie an ihren jetzigen Standorten zu arg der Verwitterung ausgesetzt und die Inschriften bereits wenig lesbar sind.
Als Standort ist das einstige WC-Häuschen vorgesehen, ein 1954 errichteter, gut erhaltener Sandsteinbau, der aber seit 1997 nicht mehr als WC benutzt wird aufgrund von Vandalismus. 70.000 bis 80.000 Euro sind hierfür insgesamt vorgesehen. Geld dafür ist bereits gesammelt worden.
Im April 2008 ist die Genehmigung zum Umbau eingetroffen, die Umbaupläne der Architektin Dr. Hildegund Brandenburg sind fertig, allerdings gibt es noch eine Finanzierungslücke in Höhe von etwa 30.000 Euro, die durch Spenden geschlossen werden soll (Stand August 2009).
Weblinks
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Lapidarium“
del.icio.us
Mr.Wong
