Schlacht bei Friedlingen

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Die Schlacht bei Friedlingen fand am 14. Oktober 1702 statt.

Verlauf

Im Verlauf des Spanischen Erbfolgekrieges kam es zu einer blutigen Schlacht am Tullinger Berg. Die französischen Truppen verfolgten das Ziel, ihren Einfluss auf Gebiete östlich des Rheins zu erweitern. Im Herbst 1702 erhielt daher der Kommandant der französischen Festung Hüningen von Ludwig XIV. Befehle in Richtung Schwaben vorzudringen. Um dieses Ziel zu erreichen, versuchten die französischen Truppen, sich mit den Truppen des verbündeten Kurfürsten von Bayern zu vereinen und die kaiserlichen Truppen zu schlagen. Als guter Platz für dieses Manöver wurde die Gegend um Weil am Rhein gewählt, da dort eine Überquerung des Rheins am leichtesten gelang.

Früh morgens am 14. Oktober überquerten die Truppen des französischen Kommandanten Villars mit 20.000 Soldaten und 33 Geschützen den Rhein und nahmen bei der Schlacht von Friedlingen die Friedlinger Festung ein und zerstörten diese. Ziel der kaiserlichen Truppen unter dem Kommando des Markgrafen Ludwig Wilhelm war es, die Vereinigung der feindlichen Truppen zu verhindern und ein weiteres Vorrücken zu stoppen. Der kaiserliche, spätere Reichsfeldmarschall, Markgraf Ludwig Wilhelm hatte durch den Aufbau von Verschanzungen und durch die geschickte Positionierung von Infanterie und Kavallerie am Käferholz ein etwa gleichstarkes gut positioniertes Gegenheer aufgestellt, das sich jedoch schon nach Norden in Marsch gesetzt hatte und eiliegst zurück beordert wurde.

Am Ende der Schlacht, gibt es kaum Sieger. Eine Vereinigung der feindlichen französischen Truppen mit den Bayern konnte verhindert werden, daher wird an einem Gedenkstein vor Ort noch heute dem siegreichen Markgrafen gedankt. Doch auch der Markgraf erlitt schwere Verluste, so zählte die habsburgische Seite 335 Tote und 742 Verwundete in Ihren Reihen, die Franzosen erlitten 1.703 Tote und 2.601 Verwundete. Unter der Zivilbevölkerung gab es viel Leid, in Weil am Rhein kam es großen Schäden in Höhe von 447.662 Gulden aber auch viele angrenzende Dörfer erlitten große Schäden.

Literatur

  • Rudolf Burger: Die Schlacht von Friedlingen (2002); Alte Stadtgärtnerei 14, D-79576 Weil am Rhein.
  • Otto Flake: Türkenlouis - Gemälde einer Zeit, 2. Aufl., Fischer Verlag 1988, ISBN 3-596-25788-3

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