Schauburg
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Das Filmtheater Schauburg ist ein Programmkino in Karlsruhe und gewinnt für sein Programm regelmäßig Preise. Die Schauburg veranstaltet im Sommer das legendäre Open Air Kino und bringt regelmäßig Filme im Originalton.
Die Schauburg besitzt drei Säle: Die große Schauburg im Erdgeschoss mit 350 Sitzplätzen und gewölbter Cinerama-Leinwand sowie Theaterbühne, das Cinema im ersten Obergeschoss mit 148 Sitzplätzen und das Bambi mit 61 Sitzplätzen.
Im Januar 2007 installierte die Schauburg in den Sälen Schauburg und Cinerama digitale Filmprojektoren und ist somit das erste Kino in Karlsruhe, das diese Technik besitzt und nutzt. Nach erfolgreichem Start und der Ausmerzung der meisten Kinderkrankheiten läuft auch im kleinsten Saal "Bambi" inzwischen die digitale Projektion. Die Auflösung beträgt 2Megapixel, Filme werden auf Wechselfestplatten geliefert.
Da die Schauburg nur selten Platzkarten verkauft, kann es ratsam sein, recht früh zu sein, um noch einen guten Platz zu bekommen. Bei Nachmittagsvorstellungen kommen schätzungsweise 20 Plätze auf jeden Besucher. Hier ist es nicht nötig, extra früher zu kommen. Einlass ist üblicherweise ca. eine Viertelstunde vor Filmbeginn. Anders als in anderen Kinos sollte man hier jedoch vermeiden, den Saal zu spät aufzusuchen, da in der Schauburg wenig Werbung (meist unter zehn Minuten) und nur wenige Filmvorschauen gezeigt werden.
Verpflegung in Form von Popcorn und anderen Kleinigkeiten sowie Getränken wird an einer Theke im Erdgeschoss angeboten. Die Preise sind für ein Kino durchaus moderat.
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Geschichte
Die Schauburg wurde im Oktober 1929 von Willy Mansbacher gegründet. 1937 musste er emigrieren und konnte die Schauburg erst nach dem Krieg weiterführen.
Im zweiten Weltkrieg wurde die Schauburg komplett zerstört wegen ihrer Nähe zum Hauptbahnhof. Drei Jahre lang dauerte es, bis Brannath sich den Wiederaufbau leisten konnte. Finanziell unterstützt wurde er von den Amerikanern und der Stadt Karlsruhe. Er entschied sich wieder für den Standort Südstadt, da hier die Grundstückpreise geringer waren, und steckte das gesparte Geld lieber in den Kinobau, der zu Großteilen aus Trümmersteinen gefertigt wurde.
In den 1960ern machte der Besucherschwund auch vor der Schauburg nicht halt und Mansbacher verpachtete das Gebäude für 20 Jahre an die zum amerikanischen Cinerama-Konzern gehörenden Deutschen Cinerama. Doch das Unternehmen geriet kurz darauf in Zahlungsschwierigkeiten, so das der lang geschlossene Pachtvertrag aufgehoben wurde.
Georg Fricker war ab 1971 Inhaber der Schauburg. Er etablierte es als Programmkino und bekam Erstaufführungsrechte. Umgebaut wurde auch: das Cinema entstand 1973 aus den ehemaligen Balkon des großen Saals. Ende 2004 zog Fricker sich aus dem Geschäft zurück und verpachtete das Kino an Herbert Born, der es auch nach dem Tod Frickers weiter betreibt. Eine Georg-Fricker-Stiftung ist in Planung.
Bis heute ist das Kino als eines der letzten Filmtheater in Europa in der Lage, 70mm-Filme auf die speziell gekrümmte Todd-AO-Leinwand zu projizieren.
Preise
Stand 17. Dezember 2007
- Täglich 15:00 Uhr: Kinderfilme für 2,99 EUR
- Freitag, Samstag und Sonntag, soweit nicht anders angegeben:
- Eintritt 7,50 EUR
- Schüler, Studenten 6,50 EUR
- Montag, ca. 21:00 Uhr: SNEAK-PREVIEW: Der Überraschungsfilm vor Bundesstart: 5,00 EUR
- Donnerstag, 22.45 Uhr: Kult-Sneak: Überraschungs-Filmklassiker: 4,00 EUR
- Sonntag: 10:00 Uhr Frühstückskino 9,90 €, ab 11.00 Uhr nur Kino 3,60 €
- Montag und Mittwoch, soweit nicht anders angegeben:
- Eintritt 6,50 EUR
- Schüler, Studenten 5,50 EUR
- Dienstag: Kinotag, alle Filme im Hauptprogramm nur 4,00 EUR (evtl. zzgl. Überlängenzuschlag)
- Donnerstag: Premierentag, alle Filme im Hauptprogramm nur 5,50 EUR (evtl. zzgl. Überlängenzuschlag)
- Überlängenzuschlag 1 EUR (Filme über 130 Minuten Länge)
Sparmöglichkeiten
Filme vor 18.00 Uhr montags, mittwochs und donnerstags noch preiswerter als abends.
Natürlich gibt es, wie in den meisten anderen Kinos auch, in der Schauburg ein Mehrfachticket, die Goldkarte: fünf mal Kino für 20 €.
Es lohnt sich außerdem, die alten Tickets aufzubewahren: Bei 14 unterschiedlichen alten Tickets bekommt man eine Freikarte.
Sonderprogramm
70 mm
Die Schauburg ist inzwischen das einzige Kino mit regelmäßigem 70mm-Programm im weiten Umkreis. Darunter waren bisher originale 65mm-Produktionen wie Project Brainstorm und Blowups aus neuerer Zeit (bis Mitte der 90er Jahre, als den Produktionsfirmen die Sache zu teuer wurde).
Vergangene Veranstaltungen
Last Picture Show & Neubestuhlung 2006
Im Februar 2006 wurde die Bestuhlung im Schauburg-Saal erneuert. Es gibt seither Sitze mit hochklappbarer Armlehne und Getränkehalter, einen größeren Abstand zwischen den Sitzreihen und einen neuen Bodenbelag. Das Ende der alten Sitze wurde am 12. Februar mit einer Last Picture Show gefeiert, bei der der Film "Erdbeben" aus den 1970er-Jahren gezeigt wurde und anschließend die Sitze demontiert werden konnten. Der Film lief in dem seltenen Sensurround-Tonformat, das mit Unterstützung des RockShop auf die Bassanlage von der Das Fest-Hauptbühne übertragen wurde.
Advent & Weihnachten 2005
- 6. Dezember 2005 (Nikolaus): Die Feurzangenbowle (mit Glühwein und Stollen), 17:30, 22:15
- 25. Dezember 2005 (1. Weihnachtsfeiertag): 2001 - A Space Odyssey in 70mm Todd-AO, 13:00
- 26. Dezember 2005 (2. Weihnachtsfeiertag): 2001 - A Space Odyssey in 70mm Todd-AO, 23:00
- 1. Januar 2006 (Neujahr): My Fair Lady, 15:00
50 Jahre Todd-AO
Zum 50-jährigen Jubiläum des Todd-AO 70mm Bildformats feierte die Schauburg vom 7. bis 9. Oktober 2005 ein Festival und zeigt Filme im original 70mm-Format. Dies wurde in den Jahren 2006 und 2007 am ersten Oktober-Wochenende fortgesetzt. Besucher aus ganz Europa reisen nach Karlsruhe um die Pracht des 70mm-Films zu erleben.
Kult-Sneak
Seit Oktober 2007 zeigt die Schauburg donnerstags um 22.45 Uhr einen Film in der Kult-Sneak. Das bedeutet, dass der Filmtitel dem Publikum vorher nicht bekannt gegeben wird. "Coneheads", "Ritter der Kokosnuss" und "Spion in Spitzenhöschen" sind nur Beispiele der Filmklassiker, die dann für eine Vorstellung endlich wieder mal auf der großen Leinwand im Schauburg-Saal gezeigt werden.
Trailer
Die Schauburg zeigt vor der SNEAK-PREVIEW und vor der Kult-Sneak zur Zeit Trailer aus vergangenen Zeiten, zum Beispiel Loriots Ödipussy von 1988 oder Taxi Driver (1976, Robert de Niro).
Verlosungen
Zu gegebenen Anlässen (zum Beispiel zu Merchandising-Aktionen großer Verleger) verlost die Schauburg zwischen den Trailern und dem Hauptfilm Produkte zu aktuellen Filmen (Bücher, Soundtracks) und Freikarten. Die Gewinner sind die Besitzer der zufällig ausgewählten Seriennummern auf ihren Eintrittksarten.
Auszeichnungen
1999 erhielt Georg Fricker von der MFG Baden-Württemberg eine „Qualitätsprämie für kulturell herausragende Filmprogramme von Kinos in Baden-Württemberg”. Der Preis ist mit 15.000 Mark dotiert und galt für das Programm 1997. Bereits ein Jahr zuvor hatte er die gleiche Prämie für das Programm von 1996 bekommen[1].
Bei der Verleihung der Kinoprogrammpreise und Verleiherpreise 2007 wurden der Schauburg zwei Preise verliehen: den mit 10.000 Euro dotierten „Allgemeinen Programmpreis“ sowie den „Kinder- & Jugendprogrammpreis“, der mit 5.000 Euro versehen ist.
Adresse
- Filmtheater Schauburg
- Marienstraße 16
- 76137 Karlsruhe
- Telefon: (07 21) 3 50 00 18
Anreise
Die Schauburg befindet sich in der Südstadt in der Marienstraße. Am besten mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn (Haltestellen Baumeisterstraße, Ettlinger Tor oder Kongresszentrum) anreisen. Parkplätze in unmittelbarer Nähe sind Mangelware, dafür aber (abends und am Wochenende) umsonst. Weitere Parkmöglichkeiten bietet auch die Tiefgarage des Staatstheaters, hier sollte man allerdings die Öffnungszeiten (meist bis 1 Uhr) beachten.
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Mr.Wong
