Schauburg

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2013 renovierte Fassade
Schauburg 20131222-121958.hk.jpg

Das Filmtheater Schauburg ist ein Programmkino in Karlsruhe und gewinnt für sein Programm regelmäßig Preise. Die Schauburg veranstaltet im Sommer das legendäre Open Air Kino und bringt regelmäßig Filme im Originalton.

Angebot

Die Schauburg besitzt drei Säle: Die große Schauburg im Erdgeschoss mit 350 Sitzplätzen und gewölbter Cinerama-Leinwand sowie Theaterbühne, das Cinema im ersten Obergeschoss mit 148 Sitzplätzen und das Bambi mit 61 Sitzplätzen.

Im Januar 2007 installierte die Schauburg in den Sälen Schauburg und Cinema digitale Filmprojektoren und ist somit das erste Kino in Karlsruhe, das diese Technik besitzt und nutzt. Nach erfolgreichem Start und der Ausmerzung der meisten Kinderkrankheiten läuft auch im kleinsten Saal "Bambi" inzwischen die digitale Projektion. Die Auflösung beträgt 2Megapixel, Filme werden auf Wechselfestplatten geliefert.

Die Schauburg verkauft nur selten Platzkarten. Daher ist es insbesondere bei Abendvorstellungen ratsam, recht früh vor Ort zu sein, um noch einen guten Platz zu bekommen. Einlass ist üblicherweise ca. eine Viertelstunde vor Filmbeginn. Anders als in anderen Kinos sollte man hier jedoch vermeiden, den Saal zu spät aufzusuchen, da in der Schauburg wenig Werbung (meist unter zehn Minuten) und nur wenige Filmvorschauen gezeigt werden.

Verpflegung in Form von Popcorn und anderen Kleinigkeiten sowie Getränken wird an zwei Theken im Erdgeschoss angeboten, neben der Kasse und im Foyer. Die Preise sind für ein Kino durchaus moderat.

Geschichte

Die Schauburg wurde im Oktober 1929 von Willy Mansbacher gegründet. 1937 musste er emigrieren und konnte die Schauburg erst nach dem Krieg weiterführen.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Schauburg, bedingt durch ihre Nähe zum Hauptbahnhof, komplett zerstört. Drei Jahre lang dauerte es, bis sich Mansbachers Geschäftspartner Richard Brannath den Wiederaufbau leisten konnte. Finanziell unterstützt wurde er von den Amerikanern und der Stadt Karlsruhe. Er entschied sich wieder für den Standort Südstadt, da hier die Grundstückpreise geringer waren, und steckte das so gesparte Geld lieber in den Kinobau, der zu Großteilen aus Trümmersteinen gefertigt wurde. Das Kino wurde ab 1953 wieder von Mansbacher geleitet.

In den 1960ern machte der Besucherschwund auch vor der Schauburg nicht halt und Mansbacher verpachtete das Gebäude für 20 Jahre an die zum amerikanischen Cinerama-Konzern gehörenden Deutschen Cinerama. Doch das Unternehmen geriet kurz darauf in Zahlungsschwierigkeiten, so das der lang geschlossene Pachtvertrag aufgehoben wurde.

Georg Fricker war ab 1971 Inhaber der Schauburg. Er etablierte es als Programmkino und bekam Erstaufführungsrechte. Umgebaut wurde auch: das Cinema entstand 1973 aus dem ehemaligen Balkon des großen Saals. Ende 2004 zog Fricker sich aus dem Geschäft zurück und verpachtete das Kino an Herbert Born, der es auch nach dem Tod Frickers weiter betreibt. Die Georg-Fricker-Stiftung wurde Anfang 2010 gegründet.

Bis heute ist das Kino als eines der letzten Filmtheater in Europa in der Lage, 70mm-Filme auf die speziell gekrümmte Todd-AO-Leinwand zu projizieren.

Preise

Stand 15. Mai 2016

  • Montag, Mittwoch und Donnerstag:
    • Erwachsene 6,50€ (Filme ab 18 Uhr: 7,00€, 3D-Filme: 10,90€)
    • Schüler, Studenten, Rentner 6,00€ (3D-Filme 9,90€)
  • Dienstag: Kinotag, alle Filme im Hauptprogramm nur 5,00€ und 3D-Filme nur 8,50€ (evtl. zzgl. Überlängenzuschlag)
  • Freitag, Samstag und Sonntag:
    • Erwachsene 8,00€ (3D-Filme: 11,90€)
    • Schüler, Studenten, Rentner 7,00€ (3D-Filme: 10,90€)
  • Überlängenzuschlag 1,00€ (ab 130min Spielzeit), 2,00€ (ab 150min Spielzeit)
  • Kinder unter 12 zahlen immer 4,00€ (für 3D-Vorstellungen 7,50€)

Specials

  • Täglich 15:00 Uhr: Kinderkino für 4€
  • Montag, 21:00 Uhr: SNEAK-PREVIEW: Der Überraschungsfilm vor Bundesstart für 5€ (inkl. einer Brezel und einem Glas Prosecco)
  • Dienstag: Kinotag, alle Filme im Hauptprogramm nur 5,00€ (ausgenommen 3D-Filme und solche mit Überlänge)
  • Mittwoch, 14:30 Uhr: Seniorenkino: 4,00€ inkl. einem Glas Sekt
  • Mittwoch, 21:00 Uhr: Sneak Preview (English Version): Überraschungsfilm vor Bundesstart in englischer Sprache für 5€ (inkl. einem Glas Prosecco und Popcorn)
  • Donnerstag: Premierentag
  • Donnerstag: 22.45 Uhr: Kult-Sneak: Überraschungs-Filmklassiker: 5,00€
  • Sonntag: 10:00 Uhr: Frühstückskino 13,00€ inkl. Frühstücksbuffet, Filmbeginn um 11.00 Uhr, es stehen jeweils drei Filme zur Auswahl. Findet nur im Winterhalbjahr (ab Mitte Septerber) statt

Sparmöglichkeiten

Filme vor 18.00 Uhr montags, mittwochs und donnerstags noch preiswerter als abends.

Natürlich gibt es, wie in den meisten anderen Kinos auch, in der Schauburg ein Mehrfachticket, die Goldkarte: fünf mal Kino für 30€.

Es lohnt sich außerdem, die alten Tickets aufzubewahren: Bei 14 unterschiedlichen alten Tickets bekommt man eine Freikarte, sofern verfügbar (gilt für reguläre Vorstellungen von Mo-Do)

Sonderprogramm

Independent Days

Die Independent Days sind das größte Filmfestival der Stadt. Hier laufen jährlich im Frühjahr unabhängig produzierte Kurzfilme, Langfilme, Animationen und Dokumentationen.

70 mm

Die Schauburg ist inzwischen das einzige Kino mit regelmäßigem 70mm-Programm im weiten Umkreis. Darunter waren bisher originale 65mm-Produktionen wie Project Brainstorm und Blowups aus neuerer Zeit (bis Mitte der 90er Jahre, als den Produktionsfirmen die Sache zu teuer wurde). Als einziges Kino in Baden-Württemberg war die Schauburg in der Lage, Quentin Tarantinos Western-Epos The Hateful 8 in der Originalfassung zu zeigen.

Vergangene Veranstaltungen

Last Picture Show & Neubestuhlung 2006

Im Februar 2006 wurde die Bestuhlung im Schauburg-Saal erneuert. Es gibt seither Sitze mit hochklappbarer Armlehne und Getränkehalter, einen größeren Abstand zwischen den Sitzreihen und einen neuen Bodenbelag. Das Ende der alten Sitze wurde am 12. Februar mit einer Last Picture Show gefeiert, bei der der Film "Erdbeben" aus den 1970er-Jahren gezeigt wurde und anschließend die Sitze demontiert werden konnten. Der Film lief in dem seltenen Sensurround-Tonformat, das mit Unterstützung des Rock Shops auf die Bassanlage von der Das Fest-Hauptbühne übertragen wurde.

50 Jahre Todd-AO

Zum 50-jährigen Jubiläum des Todd-AO 70mm Bildformats feierte die Schauburg vom 7. bis 9. Oktober 2005 ein Festival und zeigt Filme im original 70mm-Format. Dies wurde in den Jahren 2006 und 2007 am ersten Oktober-Wochenende fortgesetzt. Besucher aus ganz Europa reisen nach Karlsruhe um die Pracht des 70mm-Films zu erleben.

Kult-Sneak

Seit Oktober 2007 zeigt die Schauburg donnerstags um 22.45 Uhr einen Film in der Kult-Sneak. Das bedeutet, dass der Filmtitel dem Publikum vorher nicht bekannt gegeben wird. "Coneheads", "Ritter der Kokosnuss" und "Spion in Spitzenhöschen" sind nur Beispiele der Filmklassiker, die dann für eine Vorstellung endlich wieder mal auf der großen Leinwand im Schauburg-Saal gezeigt werden.

Trailer

Die Schauburg zeigt vor der SNEAK-PREVIEW und vor der Kult-Sneak zur Zeit Trailer aus vergangenen Zeiten, zum Beispiel Loriots Ödipussy von 1988 oder Taxi Driver (1976, Robert de Niro).

Verlosungen

Zu gegebenen Anlässen (zum Beispiel zu Merchandising-Aktionen großer Verleger) verlost die Schauburg zwischen den Trailern und dem Hauptfilm Produkte zu aktuellen Filmen (Bücher, Soundtracks) und Freikarten. Die Gewinner sind die Besitzer der zufällig ausgewählten Seriennummern auf ihren Eintrittskarten.

Auszeichnungen

1999 erhielt Georg Fricker von der MFG Baden-Württemberg eine „Qualitätsprämie für kulturell herausragende Filmprogramme von Kinos in Baden-Württemberg”. Der Preis ist mit 15.000 Mark dotiert und galt für das Programm 1997. Bereits ein Jahr zuvor hatte er die gleiche Prämie für das Programm von 1996 bekommen[1].

Bei der Verleihung der Kinoprogrammpreise und Verleiherpreise 2007 wurden der Schauburg zwei Preise verliehen: den mit 10.000 Euro dotierten „Allgemeinen Programmpreis“ sowie den „Kinder- & Jugendprogrammpreis“, der mit 5.000 Euro versehen ist. 2008 gab es von der MFG einen Preis in der Kategorie „Sehr gutes Jahresfilmprogramm“.

Bilder

Adresse

Filmtheater Schauburg
Marienstraße 16
76137 Karlsruhe
Telefon: (07 21) 3 50 00 18
Haltestellen-H klein.png  nächste Haltestelle: Rüppurrer Tor oder Philipp-Reis-Straße     

Dieser Ort im Stadtplan:

Anreise

Die Schauburg befindet sich in der Südstadt in der Marienstraße. Am besten mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn anreisen. Parkplätze in unmittelbarer Nähe sind Mangelware, dafür aber (abends und am Wochenende) umsonst. Weitere Parkmöglichkeiten bietet auch die Tiefgarage des Staatstheaters, hier sollte man allerdings die Öffnungszeiten (meist bis 1 Uhr) beachten.

Weblinks

Fußnoten

  1. Zeitung zum Sonntag vom 25. April 1999