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Ringtennis

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Christian Herzog, gebürtiger Karlsruher und mehrfacher deutscher Meister
Christian Herzog, gebürtiger Karlsruher und mehrfacher deutscher Meister

Mitte der zwanziger Jahre brachte der technische Bürgermeister von Karlsruhe, Hermann Schneider, das Schiffsspiel Deck-Tennis von einer Seereise nach New York mit nach Deutschland. Recht bald fasste das Spiel unter dem Namen Ringtennis zunächst in Südwestdeutschland (Baden, Württemberg) Fuß. Von großer Bedeutung für diese Verbreitung war der Umstand, dass Schneider das Karlsruher Rheinstrandbad Rappenwört plante, dort viele Ringtennisfelder einbaute und dieses Bad nach seiner Eröffnung 1929 zum Zentrum des Ringtennissportes wurde.

So hat Ringtennis in Karlsruhe inzwischen eine lange Tradition. Erst zum Ende des Jahrtausends wurde nach und nach bekannt, dass Ringtennis auch in einigen anderen Teilen der Welt gespielt wird, wie in Südafrika, Brasilien oder Indien, dort allerdings aufgrund der abgegrenzten Entwicklung der Sportart, nach mehr oder weniger stark unterschiedlichen Regeln. Im Jahr 2006 findet dann die erste Weltmeisterschaft im Ringtennis in Chennai, Indien statt. Teilnehmende Nationen sind: Südafrika, Bangladesh, Nepal, Brasilien, Deutschland und Indien, sowie außer Konkurrenz ein Team indischer Emigranten aus England. Zu diesem Zweck wurden zuvor internationale Regeln ausgearbeitet, mit denen alle beiteiligten Länder gleich gut oder schlecht klarkommen.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

Bei der Ringtennis-WM vom 6. bis 11. November 2006 in Chennai, Indien wurde die deutschen Nationalmannschaft Weltmeister und mit ihr ein Spieler aus Karlsruhe, Christian Herzog von der ESG Frankonia.

Der Spielgedanke in Kürze

Ziel des Spiels ist es einen Moosgummiring so über ein Netz zu werfen, dass er im gegnerischen Feld landet, ohne dass der Gegner ihn fangen konnte. Der Ring hat die Form eines Torus mit etwa 15cm großem und 3cm kleinem Durchmesser und einem Gewicht von etwas über 200g. Netzhöhe und Feldgröße stimmen ungefähr mit Badminton überein. Gespielt wird wie beim Tennis Einzel, Doppel und Mixed, im Unterschied dazu aber stets nach Zeit (2 Halbzeiten von 10, 8 oder 6 Minuten, je nach Altersklasse). Eine recht kleine Anzahl von Regeln garantiert den Spielfluß, so etwa:

  • Mit dem Ring darf nicht gelaufen werden. Die Regel schreibt maximale zwei Bodenberührungen fest, wobei jeder Fuß eine Berührung zählt.
  • Der Ring darf nur eine Hand berühren, muß also mit der Fanghand auch wieder geworfen werden.
  • Der Ring darf nicht wackeln oder sich überschlagen, er darf aber beliebig schnell um seine Symmetrieachse rotieren.
  • Der Ring muß nach dem Fangen mit einer flüssigen, runden Bewegung wieder abgeworfen werden.
  • Der Ring darf nicht von oben nach unten geworfen werden, er muss also immer zunächst steigen, nachdem er die Hand verlassen hat.

Vereine mit Ringtennisabteilungen in Karlsruhe

Weblinks

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