Rennbuckel

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Der Rennbuckel ist ein Wohngebiet in der Nordweststadt.

Er umfasst die Straßen zwischen der Siemensallee, Neureuter Straße/B36, Landauer Straße und Hertzstraße.

Die Rennbuckelsiedlung erstreckt sich auf einem flachen Höhenrücken (Sanddüne ca. 108m ü.d.M.), der sich zwischen dem Tiefgestade an der Hertzstraße und der Neureuter Straße hinzieht und zum großen Teil aus mageren Flusssand besteht.

Geschichte

Plakat Artillerie-Stellungen am Rennbuckel (während des 1. Weltkriegs)

Das Gelände war früher Knielinger Gemarkung und wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg erschlossen.

Der Name ist abgeleitet vom Flurnamen; eine der zahlreichen Sanddünen in der Rheinebene. Der Knielinger Rennbuckel ist auch als Rennbühl belegt, Bühl = mittelgroße Erhebung, 1642 Rennbühel, 1780 auf den Rennbuckel. Dass der Name von der ersten Nutzung – als Rennstrecke für Motorradrennen – abgeleitet sein soll ist wohl ein Gerücht.

Das älteste feste Bauwerk dürfte das Anwesen Karlsruher Weg 18 sein, eine Lagerhalle mit Büroraum. Sie ist heute nicht mehr vorhanden, wurde ca. 1970 in zwei Grundstücken mit Häusern bebaut[1].

Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden dann noch einzelne Häuser an der Berliner- und Neureuter Straße. Die Bewohner all dieser Häuser waren wirtschaftlich ganz nach Mühlburg orientiert, denn Knielingen lag für sie zu weit ab. Die Kinder besuchten Karlsruher Volksschulen.

Im Jahre 1935 wurde Knielingen eingemeindet. Den Anstoß hierzu gab u.a. die Erbauung einer festen Rheinbrücke anstelle der alten Schiffsbrücke bei Maxau, was eine Flurbereinigung der gesamten Gemarkung erforderlich machte. Zur Feststellung des Bebauungsplanes „Rennbuckel“ kam es erst 1952. Bald darauf wurde auch mit der Erschließung des Geländes begonnen.

Die Planung war erschwert, weil auf die schon vorhandenen Häuser Rücksicht genommen werden musste. Daraus haben sich wohl auch die Eigenart der Straße Am Rennbuckel und die Sackgassen am Karlsruher Weg ergeben.

Die Grundstückpreise betrugen 1952 noch DM 3,50 je qm, schon 10 Jahre später wurde das Zehnfache und mehr bezahlt.

Auf der Anhöhe beim Durlacher Weg steht heute eine moderne Schulanlage mit großem Erweiterungsgelände in Richtung Karlsruher Weg. Das Ladenzentrum am Bonner Platz zwischen Bonner und Wiesbadener Straße gibt der Siedlung ihr Gepräge.

Ein kleiner Spielplatz war an der Wormser Straße angelegt. In der gleichen Straße ist auch der Kindergarten Wormser Straße.

Nach dem Karlsruher Adressbuch hatte die Siedlung 1963 rund 200 Wohn– und Geschäftshäuser mit rund 1600 Einwohnern.

Der zweite Abschnitt der Rennbuckelsiedlung, vom Durlacher Weg bis zur Landauer Straße, wurde erst in den 1960er Jahren gebaut.

Auch hier haben neben Alt-Karlsruhern viele Heimatvertriebene und Zugewanderte sich ein Eigenheim erstellt und hier eine neue Heimat gefunden. Mittlerweile hat sich in den 1980er Jahren die „Rennbuckel-Siedlung“ erneut vergrößert. Das Gewann Kieferäcker wurde modern bebaut, der Friedhof Nordwest für die Nordweststadt kam ebenfalls neu dazu.

Dieser Artikel entstand in den 60/80/90iger Jahren von den Hn. E. Bauer / E. Ertle / P. Zappe

In der Mitte des Rennbuckels befinden sich die Rennbuckelschule und die Rennbuckel-Realschule auf einer natürliche Sanddüne, daneben der Bonner Platz.

ÖNPV

von Ost nach West, auf der Siemensallee südlich des Rennbuckels:

Haltestellen-H klein.png  nächste Haltestelle: Hertzstraße oder Feierabendweg     
(H)  nächste Haltestelle: Neureuter Straße   


von Nord nach Süd, auf der Hertzstraße östlich des Rennbuckels:

Bus-Signet.png  nächste Bushaltestellen: Berliner Straße oder Madenburgweg     
Bus-Signet.png  nächste Bushaltestellen: Barbaraweg oder Hertzstraße     


Auf der Landauer Straße nördlich des Rennbuckels:

Bus-Signet.png  nächste Bushaltestellen: Berliner Straße oder Binger Straße     

Fußnoten

  1. siehe auch: private Webpräsenz über das Haus Karlsruher Weg 53