Prostitution
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Die Prostitution ist auch in Karlsruhe ein Thema.
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Sperrbezirk
Prostitution ist im Stadtkreis Karlsruhe innerhalb des Sperrbezirks, der durch folgende Straßen und Plätze begrenzt wird, grundsätzlich verboten:
Mendelssohnplatz - Kriegsstraße - Wolfartsweierer Straße - Gottesauer Platz - Georg-Friedrich-Straße - Karl-Wilhelm-Platz - Karl-Wilhelm-Straße - Durlacher-Tor-Platz - Kaiserstraße - Waldhornstraße - Zirkel - Herrenstraße - Karlstor - Kriegsstraße - Ettlinger-Tor-Platz - Ettlinger Straße - Rüppurrer Straße - Stuttgarter Straße - Sybelstraße - Luisenstraße - Morgenstraße - Wielandtstraße - Rüppurrer Straße - Mendelssohnplatz.
Von diesem Sperrbezirk ist die Brunnenstraße zwischen Kaiserstraße und Zähringerstraße ausgenommen. Hier ist das sogenannte Karlsruher Rotlichtviertel. Die Brunnenstraße ist an beiden Enden mit Sichtblenden ausgestattet, so dass man nicht ungehindert im Vorbeigehen in die Straße blicken kann.
In einem weiteren Sperrbezirk besteht ein etwas eingeschränktes Verbot. Hier ist es verboten, der Prostitution auf öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen, Anlagen und sonstigen Orten, die eingesehen werden können, nachzugehen. Dieser Sperrbezirk wird durch folgende Straßen und Plätze begrenzt:
Am Fasanengarten - Richard-Willstätter-Allee - Moltkestraße - Hertzstraße - Hardtstraße - B10 bis zum Kühlen Krug - Bannwaldallee - Neue-Anlage-Straße - Sankt-Florian-Straße - entlang der Bahnlinie bis zur Victor-Gollancz-Straße - Victor-Gollancz-Straße - Bahnhofplatz - Poststraße - Ettlinger Straße - Rüppurrer Straße - Stuttgarter Straße - Schlachthausstraße - Durlacher Allee - Meßplatz - Durlacher Allee - Weinweg - Ostring - Haid-und-Neu-Straße - Parkstraße bis zum Fasanengarten.
Als Zentrum des „Straßenstrichs” ist die Fautenbruchstraße und die Ottostraße (Wohnwagen) bekannt.
Angebote an anderen Orten findet man in den Anzeigenblättern.
Geschichte
Messplatz
Um 1980 befanden sich einige Prositutierte in ihren Wohnwägen auf dem Messplatz. Für sie war es ein lohnender Standort, aber Anlieger und Schausteller-Familien, die dort überwinterten, gingen dagegen vor.[1]
Off Limits
Am Fundament der Hans-Thoma-Schule sowohl in der Markgrafenstraße als auch in der Kreuzstraße befanden sich bis Januar 2008 Aufschriften, die das Gebiet östlich der Kreuzstraße für amerikanisches und alliertes Personal als „Off Limits“ auswiesen.
THIS AREA IS OFF LIMITS FOR ALL AMERICAN AND ALLIED PERSONNEL
Die Markierungen wurden durch einen Reinigungstrupp der Stadt Karlsruhe bei der Beseitigung von Graffiti entfernt.
Zwangsprostitution: „Hoffnung für Osteuropa 2005”
Das Diakonische Werk Baden förderte im Rahmen der 12. Spendenaktion 2005 ein Projekt zur Bekämpfung von Menschenhandel und Zwangsprostitution in Osteuropa. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden allein in Europa jährlich 500.000 Frauen und Mädchen zur Prostitution gezwungen. Deutschland ist Ziel- und Durchgangsland des internationalen Frauenhandels.
Literatur
- Dr. med. Hans v. Pezold: „Zur Geschichte der Prostitution in Karlsruhe“, Karlsruhe (Müller) 1926
Siehe auch
Weblinks
- Rechtsverordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Verbot der Prostitution im Stadtkreis Karlsruhe
- Polizeiverordnung der Stadt Karlsruhe über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Straßen (Straßenpolizeiverordnung)
Zum allgemeinen Thema Prostitution siehe
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Prostitution“
Fußnoten
- ↑ Tagebuch der Fächerstadt 1980, Seite 132