Philipp Henecka

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Philipp Henecka (* 24. April 1814 in Büchenau; † 17. Februar 1865) war ein Revolutionär.

Leben und Wirken

Philipp Henecka wurde als Sohn des Landwirts Johann Martin Henecka und seiner Frau Maria Anna, geb. Veith aus Forst, geboren, im Haus Vordere Dorfstraße, später Hauptstraße 37/38, heute Au in den Buchen 44/46. Zur Schule ging Philipp ab 1820, das Schulzimmer befand sich im Rathaus Büchenau.

1832, 18-jährig wurde er gefirmt; in Firmbuch steht er mit der Bemerkung „...zu Bruchsal Soldat”. Er wurde Wachtmeister bei den Dragonern im Regiment Markgraf Maximilian von Baden Nr. I.. Am 17. April 1843 heiratete er Regina Rehäuser aus Rohrbach, Amt Eppingen, in der Bruchsaler Hofkirche.

Bei Ausbruch der Badischen Revolution war er Dragoneroberwachtmeister, 1849 wurde er zum Rittmeister der Badisch-Pfälzischen Truppen ernannt. Die Revolution wurde verloren und am 11. August 1849 wurde er verhaftet und in den Karlsruher Rathausturm gebracht. Vom preußischen Standgericht in Rastatt wurde er wegen Hochverrats und „Treulosigkeit“ zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er kam ins Gefängnis Bruchsal. Danach arbeitete er als Aufseher in der Zuckerfabrik Waghäusel.

Bereits im Begnadigungsprotokoll wurde er als gichtkrank beschrieben. Sein Tod am 17. Februar 1865 ist in den Totenbüchern der Gemeinden Büchenau und Waghäusel verzeichnet, am 19. Februar wurde er in Waghäusel bei der Wallfahrtskirche bestattet. Sein Grab ist nicht mehr vorhanden, es wurde bereits vor Jahrzehnten eingeebnet.

Linus Henecka (1921–2009) war der Verfasser des Buches über seinen Urgroßonkel Philipp Henecka.

Literatur

Linus Henecka: Der vergessene Revolutionär: Philipp Henecka und seine Zeit. Pforzheim 2001, ISBN 3-00-008360-X

Erinnerung

In Bruchsal-Büchenau sind zwei Tafeln angebracht am Haus, wo zuvor sein Geburtshaus stand.

Weblinks

Publikationen von und über Philipp Henecka im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek