Luise Naumann

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Luise Naumann (* 19. Mai 1901 in Karlsruhe; † 10. April 1974 in Göppingen) war eine Karlsruher Stadträtin (CDU) und Politikerin.

Leben

Luise Naumann studierte Medizin in Heidelberg, brach es aber nach acht Semestern ab wegen der Heirat mit dem Ministerialrat Erich Naumann. Aus dieser Ehe gingen drei Söhne hervor. Ihr Mann wurde 1935 zwangspensioniert wegen seiner jüdischen Abstammung, und seine Gutachtertätigkeit brachte nicht genügend Geld ein, so dass Luise für den Lebensunterhalt sorgen musste. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Söhnen trat sie der CDU bei. 1948 wurde sie Vorsitzende der CDU-Frauengruppe Karlsruhe, zwei Jahre später in der CDU-Landesfrauengruppe Nordbaden. 1953 wurde sie zur Stadträtin für die CDU gewählt. Damit war sie die dritte Frau ihrer Partei im Stadtparlament, neben Toni Menzinger und Anna Walch.

Vor allem der soziale Bereich lag ihr am Herzen, so engagierte sie sich 1948 in der Notverkaufsstelle in der Durlacher Allee 60. Sie arbeitete im Krankenhausausschuss mit und kümmerte sich um moderne Hygiene, die Müttergenesung und die Krankenhausbediensteten. Kontakte pflegte sie mit Anna Walch, Hanne Landgraf (SPD) sowie ihrer langjährigen Freundin und Stadträtin der FDP, Melitta Schöpf.

Auszeichnungen

  • Ehrenmitglied des CDU-Kreisverbands Karlsruhe (als erste Frau)
  • 1969 Bundesverdienstkreuz für kommunalpolitische Verdienste