Lohfeldsiedlung

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Hennebergstraße
Hennebergstraße
Hennebergstraße
Hennebergstraße
Lohfeldstraße
Lohfeldstraße

Die Lohfeldsiedlung ist ein Wohngebiet in der Karlsruher Oststadt. Es besteht aus der Lohfeldstraße und der Hennebergstraße und liegt zwischen neuer Kriegsstraße und Durlacher Allee.

Geschichte

Die Lohfeldsiedlung wird zu Beginn der Weimarer Republik als Wohnquartier für kinderreiche Familien errichtet. Unter der Leitung des Architekturbüros Pfeifer & Grossmann werden auf dem Domänengelände in Erbaupacht 78 Kleinstwohnhäuser in einfachem Standard mit Selbstversorgergärten gebaut. In einem Dokument aus dem Jahre 1921 findet sich erstmals der Name "Lohfeldsiedlung", zuvor hieß das Wohngebiet "Siedlung Gottesaue" oder "Oststadtsiedlung". Die wirtschaftliche Not Ende der 1920er Jahre zwingt viele Familien, Zimmer unterzuvermieten. Die Siedlung bekommt einen zweifelhaften Ruf. Im 2. Weltkrieg werden einige Häuser (40 Prozent) durch Fliegerangriffe zerstört. Nach 1947 bauen die Bewohner beschädigte Gebäude in Eigeninitiative wieder auf. 1992 wird anlässlich der anvisierten Bundesgartenschau ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Der Entwurf soll die Grundlage für den Rahmenplan Karlsruhe Südost darstellen. Es wird eine rigide Flächensanierung und der komplette Abriss vorgesehen. 1994 gründen die Bewohner der Lohfeldsiedlung eine Bürgerinitiative und sammeln Unterschriften für die Zukunft ihrer Siedlung. 2001 informiert die Volkswohnung Karlsruhe GmbH die Öffentlichkeit über den geplanten Abriss der Siedlung. 2002 werden in einem von der Stadt Karlsruhe organisierten Planerworkshop Ideen für den Erhalt der Lohfeldsiedlung erarbeitet. Daran anschließend äußert sich der Gemeinderat für den Teilerhalt der Siedlung. Aus der Bürgerinitiative geht der gemeinnützige "Verein zum Erhalt der Lohfeldsiedlung e.V." hervor. 2003 konstituiert sich eine Käufergemeinschaft, die Verhandlungen mit der Volkswohnung aufnimmt. 2004 geht die Siedlung für eine Summe von 4,2 Mio EUR an die Käufergemeinschaft über. Seither werden die Häuser von Grund auf renoviert.

Lohfeldstraße
Lohfeldstraße
Hennebergstraße
Hennebergstraße


Name

Die Siedlung wurde nach dem Flurnamen "Lohfeld" bezeichnet. Der Wortbestandteil "Loh-" (Hain, lichtes Gehölz) und der Bestandteil "-feld" deuten darauf, dass es sich um keinen dichten Wald, sondern eher um eine Waldlichtung mit niederem Graswuchs gehandelt haben muss. Siehe auch Lohe


Weblinks

Offizielle Webpräsenz „Lohfeldsiedlung“

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