Kulturfestival Frauenperspektiven
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Seit 1991 gibt es – auf einen fraktionsübergreifenden Beschluß der Karlsruher Gemeinderätinnen hin – das Festival Frauenperspektiven. Ziel war es, Aktivitäten zu bündeln und Frauen eigenen Gestaltungsspielraum für Kulturveranstaltungen zu geben.
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Organisation
Dieses Festival wird von Vertreterinnen zahlreicher Karlsruher Kulturveranstalter in Teamarbeit vorbereitet. Die Gesamtkoordination liegt bei der Stadt Karlsruhe - Kultur, Fachbereich Internationale Beziehungen. Der Arbeitsgruppe gehören an: Jubez, Kinemathek, Literarische Gesellschaft, GEDOK, Badisches Staatstheater, Centre Culturel Franco-Allemand sowie die städtische Frauenbeauftragte und andere. Je nach thematischer Ausrichtung werden weitere Veranstalter hinzugezogen. Hinzu kommen zahlreiche Kooperationspartner wie Badische Landesbibliothek, Badisches Landesmuseum, Tempel, ZKM u.a. Die Arbeitsgruppe diskutiert und beschließt das Thema gemeinsam, legt die Leitfragestellungen fest und stimmt die Veranstaltungen mit- und aufeinander ab, so dass eine Gesamtkonzeption entsteht.
Nur durch äußerst kostenbewußtes Verhalten, die Einwerbung von Drittmitteln, viel Begeisterung und ehrenamtliches Engagement war es möglich, dass sich die Frauenperspektiven in den letzten Jahren zu einem allseitig anerkannten, weit über die Region hinausstrahlenden Festival entwickeln konnten.
Geschichte
Mit der Auflage 2003 "Orient – Okzident" ist der Durchbruch gelungen. 2005 beteiligten sich erstmals auch ZKM und Badisches Staatstheater sowie – auf Anregung von OB Fenrich in der Gesellschafterversammlung der TechnologieRegion – auch Gaggenau, Bruchsal, Stutensee und Ettlingen.
Ein Ziel der Frauenperspektiven war es stets, grundlegende gesellschaftspolitische Anliegen (z.B. Migration, Auseinandersetzung mit dem "Fremden") sowie die prinzipiellen Ausrichtungen der städtischen Politik, z.B. Grenzlage Deutschland/Frankreich aufzunehmen. Mit seiner Grundaufgabe als Festival, das die Arbeiten von Frauen in den Mittelpunkt stellt, leistet es zugleich einen wesentlichen Beitrag zum Thema Recht/Gerechtigkeit (Stichwort: Geschlechtergerechtigkeit).
Als größtes spartenübergreifendes Festival seiner Art tragen die Frauenperspektiven zum kulturellen Stadtmarketing bei.
Zu den Besonderheiten der Frauenperspektiven gehören außerdem:
zweisprachiges (deutsch/französisches) Programmheft und Werbemittel (als erstes Karlsruher Festival) und gezielte Ansprache eines französischen Publikums Einbeziehung von Migrantinnen in die Festivalvorbereitung Ausdehnung (als erstes Karlsruher Festival) in die TechnologieRegion Karlsruhe (auf Anregung von Oberbürgermeister Fenrich in der Gesellschafterversammlung der TechnologieRegion) Umfangreiche Einwerbung von Drittmitteln aus Stiftungen und von Sponsoren (2003 und 2005 jeweils mehr als 30% des städtischen Festivaletats) gezielte Ausrichtung auf ein breites Publikum, nicht nur auf klassische Kulturinteressierte Auszeichnung als "EU best practice". Nachhaltigkeit Die als Wanderausstellung konzipierten Ausstellungen "Daheim in fremden Ländern" (2001) und "Frauen im Orient – Frauen im Okzident" (2003) wurden seither in zahlreichen deutschen Städten und im Ausland (Rumänien, Marokko, Thailand, Ägypten u.a.) gezeigt. Das Festival Frauenperspektiven nimmt somit durch seine vielfältigen Ansätze eine kulturpolitische Schrittmacherfunktion ein.
Das Festival „Frauenperspektiven 2007“ fand vom 9. bis 25. März 2007 statt. Im Mittelpunkt dieser neunten Festivalauflage stand Mittelamerika mit Guatemala, Mexiko und Kuba. Es trug den Titel „Neue Welt - Neue Welten? Nouveau Monde - Mondes Nouveaux“ (Identidades en Movimiento).
Frauenperspektiven 2009
Das nächste Kulturfestival Frauenperspektiven Karlsruhe findet vom 13. bis 29. März 2009 statt. Im Mittelpunkt der zehnten Festivalauflage steht der Iran und es trägt daher den Titel „Tausendund_ein IRAN – Mille et un Iran“.
Damit setzt das zweisprachig (deutsch/französisch) angelegte Festival seine 2003 begonnene Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen fort. Heimat und Fremde sind dabei ein Leitfaden, den das Festival seit 2001 mit „Daheim in fremden Welten?“ verfolgt. Immer stehen dabei Frauen, ihre Lebensbedingungen und Sichtweisen im Mittelpunkt.
Weblinks
- Offizielle Webpräsenz „Kulturfestival Frauenperspektiven“, mit dem kompletten Programm, Programmbestellung und weiteren Infos
del.icio.us
Mr.Wong
