Klettern

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:

Wechseln zu: Navigation, Suche
Klettern am „Unteren Falkenfelsen“
Klettern am „Unteren Falkenfelsen“

In und um Karlsruhe gibt es verschiedene Möglichkeiten sowohl zum Indoor- als auch zum Outdoor-Klettern.

Unter „Klettern“ wird hier genauer das sogenannte Sportklettern verstanden, sowie das Bouldern, eine Spielart des Kletterns, bei der schwere Kletterprobleme in Absprunghöhe ohne Sicherung angegangen werden. Für das Alpinklettern fehlen bei Karlsruhe ohnehin die Möglichkeiten, und Hochseilgärten dienen in erster Linie psychologischen Zwecken wie Teambildung und Angstüberwindung und fallen nicht unter die Sportart Klettern.

Inhaltsverzeichnis

Künstliche Anlagen

In Karlsruhe gibt es drei Kletterhallen, das Art of Climbing des Alpenvereins und die beiden privat betriebenen Hallen The Rock und imPulsiv.

Die seit Oktober 2003 geöffnete Halle des Alpenvereins ist im Traugott-Bender-Sportpark beim Fächerbad. Die Wandhöhe beträgt 12,5 Meter, die Kletterfläche insgesamt 666 Quadratmeter. Es gibt einen eigenen Boulderbereich.

Der Alpenverein unterhält auch einen Kletterturm im Freien auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes in der Günther-Klotz-Anlage. Die Benutzung ist nur für Mitglieder des Alpenvereins möglich, die den Schlüssel an der Rezeption der St. Vincentius-Kliniken in der Steinhäuserstraße abholen können, und ist auf Sonntag und Montag ganztags, Dienstag bis Freitag ab 17:30 Uhr, Samstag ab 14:00 Uhr beschränkt.

Kostenlose, kleine Kletterfelsen

In Karlsruhe gibt es einige öffentlich zugängliche künstliche Kletterfelsen:

Felsen

Klettern im Schriesheimer Steinbruch
Klettern im Schriesheimer Steinbruch

Im Stadtgebiet gibt es, zum Bedauern der Kletterer, keine kletterbaren Felsen. In der näheren Umgebung findet sich dafür eine reiche Auswahl. Hier sind die Klettergebiete im Umkreis von bis zu ungefähr 1,5 Autostunden aufgeführt. Manche sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, dies ist dann ebenfalls aufgeführt.

Die grobe Einteilung der Gebiete entspricht genau den Mittelgebirgen um Karlsruhe: Nordschwarzwald, Pfalz, nördliche Vogesen und Odenwald.

Wichtiger Hinweis: Alle aufgeführten Felsen unterliegen einer Kletterregelung. Der Hauptgrund hierfür ist der Naturschutz, da Felsen für manche Vogelarten unverzichtbare Brutplätze bieten. Zeitweise können manche Routen völlig gesperrt sein, wenn dort brütende Vogel beobachtet wurden. Auch ist der meist anzutreffende Sandstein relativ anfällig gegenüber äußeren Einflüssen, weshalb es teilweise Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung von Magnesia und Aufstiegshilfen gibt. Diese Vorschriften sind bei den jeweiligen Gebieten verlinkt. Sie zu beachten, sollte nicht nur aus Gründen des Naturschutzes selbstverständlich sein, sondern beugt auch einer Sperrung des Gebietes für das Klettern vor.

Nordschwarzwald

Wegen der Vielzahl an Routen und der landschaftlichen Schönheit ist der Battert bei Baden-Baden eines der wichtigsten Klettergebiete auch in der weiteren Umgebung. Außerhalb der Pfalz gibt es unter den aufgeführten Felsen nur hier Mehrseillängenrouten.

Die Falkenfelsen bei Bad Herrenalb sind bei Karlsruher Kletterern besonders beliebt, da sie am nächsten an Karlsruhe sind und auch am einfachsten mit der Bahn erreicht werden können. Das Gebiet ist in die oberen und die unteren Falkenfelsen unterteilt, wobei die Routen der unteren etwas einfacher sind. Bei Anfahrt mit der Bahn nimmt man die S1 Richtung Bad Herrenalb, für die unteren Falkenfelsen bis Kullenmühle, für die oberen bis Bad Herrenalb Bahnhof.

In unmittelbarer Nähe von Calw gibt es vier kleinere, aber lohnende eingerichtete Felsen, die Klettergärten Hirsau (Fuchsklinge), Kentheim (Zigeunerfels), das Ölländerle bei Kentheim und der Steinbruch direkt am Calwer Bahnhof (Bahnhofsfels). Informationen über die Routen und zum Zugang finden sich außer im unten angegebenen Führer auch auf der Seite von „Tom's Bergsport” (s.u.).

Der Standardführer zum Klettern im Nordschwarzwald ist der Kletterführer „NORD Spezial“, Christian Fütterer & Bergwacht Schwarzwald, 2. Auflage 2001, Eigenverlag, [1]. Die Kletterfelsen im Nordschwarzwald, sowie die Regelungen und aktuellen Sperrungen, sind unter [2] aufgeführt.

Pfalz

Ein wichtiges Kletterziel im Karlsruher Umland ist die Pfalz, eines der bedeutendsten außeralpinen Klettergebiete Deutschlands. Auch für das Bouldern bietet die Pfalz die mit Abstand reichsten Möglichkeiten unter den aufgeführten Gebieten.

Die Felsen der Pfalz sind bei weitem zu zahlreich, um sie hier aufzuführen, nur das Dahner Felsenland sei als zentrales Gebiet genannt.

Die Pfalz ist für ihre meist spärliche Absicherung mit Bohrhaken bekannt. Wer nicht sicher im Legen von Zwischensicherungen mit Keilen u.ä. ist, sollte einen Führer konsultieren, ob das anvisierte Gebiet ausreichend eingebohrt ist.

Es gibt mehrere Führer mit unterschiedlichen Schwerpunkten für die Pfalz. Eine Liste gibt es auf der Seite der Pfälzer Kletterer unter „Die Südpfalz“ -> „Literatur“. Auf dieser Seite sind auch die Regelungen und aktuellen Sperrungen dokumentiert [3].

Vogesen

Die zahlreichen Klettergebiete in den Vogesen werden üblicherweise nach ihrer Zugehörigkeit zu den nördlichen oder südlichen Vogesen unterteilt. Die Felsen der nördlichen Vogesen sind von Karlsruhe aus in einer Tagestour zu erreichen.

Das Standardwerk für die Nordvogesen ist Sur les falaises de grès von Bilger, Baudry, Corby [4]. Einen guten Überblick und Aktuelles bietet Yann Corbys Webseite [5], allerdings auf französisch.

Odenwald und Umgebung

Das größte dortige Gebiet, und sehr beliebt bei den Kletterern, ist der Schriesheimer Steinbruch. Durch seine windgeschützte Form und die Ausrichtung nach Süden ist hier das Klettern auch an milden Wintertagen gut möglich, dafür ist es im Sommer oft zu heiß. Weitere Informationen sind auf der unten verlinkten Seite zu finden.

Schriesheimer Steinbruch
Schriesheimer Steinbruch
Schriesheimer Steinbruch
Schriesheimer Steinbruch
Schriesheimer Steinbruch
Schriesheimer Steinbruch

Im Odenwald selbst gibt es mehrere Kletterfelsen, die im Führer beschrieben sind: Klettern im Odenwald, Joachim Fischer, Panico-Alpinverlag. Die Regelungen und aktuellen Hinweise sind bei der AG Klettern Odenwald [6] zu finden.

Bei Pforzheim

In der Umgebung Pforzheims gibt es zwei kletterbare Felsen, das Amphitheater und die Hängenden Gärten. Für beide gilt absolutes Magnesiaverbot.

Kurse und Klettertreffs

Die Sektion Karlsruhe des Alpenvereins bietet neben der Kletterhalle auch Ausfahrten und Kletterkurse an. Außerdem gibt es mehrere nach sportlicher Ausrichtung und Alter differenzierte Gruppen, die sich regelmäßig treffen, auch zum Klettern.

Hallenklettern und Felskletterkurse werden vom Hochschulsport an der Universität Karlsruhe angeboten, Hallenklettern auch beim Hochschulsport der Hochschule Karlsruhe.

Das Fachgeschäft Basislager in der Waldstraße bietet ebenfalls Kurse und organisierte Kletterfahrten an.

Veranstaltungen

In den Karlsruher Kletterhallen finden immer wieder Wettkämpfe im Sportklettern statt.

Der Auftakt des Deutschen Sportklettercups 2005 wurde am 07. und 08. Mai 2005 im DAV-Kletterzentrum „Art of Climbing“ ausgetragen.

Am 14. Februar 2006 fand das Finale des Red Chili Bouldercups im Rock statt.

Am 07. und 08. Oktober 2006 richtete der Alpenverein das Finale des Deutschen Sportklettercups und Jugendcups 2006 im DAV-Kletterzentrum aus.

Ausrüstung

Das Fachgeschäft mit dem größten Angebot in Karlsruhe ist das Basislager in der südlichen Waldstraße. Weiterer Anbieter von Kletterausrüstung sind der Adventurer Shop in Grötzingen, Intersport Schütz [1] in der Herrenstraße und Schuh- und Sporthaus Kolb [2] in Kuppenheim.


Weblinks

Klettergebiete

Organisationen

Fußnoten

  1. http://www.bergwacht-baden-baden.de
  2. http://i10www.ira.uka.de/kaeufl/DAV/Kl-Gebiete/NSW/Nordschwarzwald.html
  3. http://www.pfaelzer-kletterer.de
  4. http://escalade-alsace.ifrance.com/topo/topo-vdn.html
  5. http://escalade-alsace.ifrance.com/index.html
  6. http://www.ag-klettern-odenwald.de
Stadtwiki überarbeiten

ACHTUNG: Dieser Artikel bedarf einer Überarbeitung. Eine inhaltliche Begründung befindet sich gegebenenfalls auf der Diskussionsseite. Wenn Sie Lust haben, verbessern Sie den Artikel und entfernen anschließend diesen Baustein.


Siehe auch Guter Artikel, Editierhilfe und Handbuch
Persönliche Werkzeuge