Karl Meister

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Dr. Karl Meister

Dr. Karl Meister (* 1877 in Einsiedeln, Schweiz; † 1951 in Bruchsal) war ein Jurist und Politiker.

Leben und Wirken

Meister wurde 1877 in Einsiedeln (Schweiz) geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Freiburg, wo er auch Jura studierte. 1913 wurde der zu diesem Zeitpunkt im badischen Staatsdienst angestellte Meister zum Oberbürgermeister von Bruchsal gewählt. In seiner Amtszeit wurde die elektrische Straßenbeleuchtung in Bruchsal eingeführt, der städtische Gutshof erstellt und die „historischen Schlosskonzerte" erstmals gegeben. Ebenso wurde in seiner Amtszeit die zentrale Wasserversorgung für Bruchsal ab 1914 bis 1920 begonnen und vollendet.

Während des Ersten Weltkriegs beauftragte Dr. Meister im Mai 1915 den Bruchsaler Geschichtslehrer Dr. Josef Münch die Kriegsereignisse, soweit sie Bruchsal betreffen, in einem Buch zusammenzustellen.

1921 heiratete Meister Anna-Maria von Hartwig. Im Juli 1933 wurde Meister auf Betreiben der Nationalsozialisten entlassen.

Er war in der nachfolgenden Zeit Leiter der Rechtsabteilung des Deutschen Caritasverbandes und Präsident der katholischen Kirchensteuerverwaltung. 1945 wurde er gebeten, erneut das Amt des Bruchsaler Oberbürgermeisters zu übernehmen, er lehnte dies unter Hinweis auf sein Alter jedoch ab. Sechs Jahre später starb er.

Schriften

  • Das Beamtenrecht der Erzdiözese Freiburg, 1904

Ehrungen

Die Dr.-Karl-Meister-Straße in der Bruchsaler Innenstadt ist nach ihm benannt.