Kalikokrebs

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Der Kalikokrebs (Orconectes immunis) ist ein aus Nordamerika stammender Flusskrebs. Er kam ursprünglich nur im Mississipi-Gebiet, dann an der nordamerikanischen Ostküste und inzwischen auch in der Rheinebene und in Rheinland-Pfalz vor.

Lebensweise

Aufgrund seiner Lebensweise (hohe Vermehrungsrate, Aggressivität, niedrige Ansprüche an die Umgebung) hat dieser Neuankömmling andere Tierarten, vor allem den Kamberkrebs, in seinen Hauptverbreitungsgebieten (s. u.) bereits verdrängt. Das gefräßige Tier bedroht Amphibien und Insekten, die im oder am Wasser leben, so der Karlsruher Biologe Andreas Stephan, der mit seinem Kollegen Alexander Herrmann an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ein Forschungsprojekt zu diesem Flusskrebs betreut.[1]

Verbreitung

Man nimmt an, dass der Krebs 1883 in der Nähe des Baden-Airparks ausgesetzt wurde. Seitdem verbreitet er sich explosionsartig aufgrund seiner hohen Vermehrungsrate. Inzwischen ist er in allen Gewässern des Oberrheins zu finden, auch in den Kiesgruben im Einzugsbereich des Rheins. Er findet sich nach einer Schätzung der Biologen der PH Karlsruhe inzwischen (Stand 2018) in 80 Prozent der Auengewässer.

Bekämpfung

Man versucht, mit Baumstammbarrieren oder Uferverkiesungen die weitere Verbreitung zu verhindern.[2]

Literatur

  • Andreas Martens: Der Kalikokrebs – eine wachsende Bedrohung für Amphibien und Libellen am Oberrhein, in: „Naturschutz-Info“ (Karlsruhe 2016), Seite 24 ff.

Weblinks

Fußnoten

  1. Artikel Zunehmende Bedrohung – der Kalikokrebs, in: Mannheimer Morgen vom 13. Juli 2018 (Südwest), Seite 5
  2. Heike Schwitalla: „Gefahr für die heimische Tierwelt: Amerikanischer Killerkrebs breitet sich am Rhein weiter aus“, ka-news vom 1. Juni 2018