Johann Nikolaus Nidda

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Johann Nikolaus von Nidda (* 29. November 1672 in Schwechenheim, † 8. Mai 1722 in Grötzingen) war ein Metzger und Hauptmann.

Leben

Epitaph (Replikat) mit lateinischer Inschrift
Übersetzung auf Informationstafel beim Original

Nidda war Metzger und kam nach dem Brand von 1689 von der Pfalz nach Grötzingen. Er heiratete die Wirtstochter des Gasthauses Kanne, Anna Catharina Kiefer, und wurde Besitzer des Gasthauses. Später war er Hofmetzger und Ökonomierat.

Aufgrund seines großen Vermögens, das er auch als durch zweifelhafte Geschäfte in Kriegszeiten erworben haben soll, wurde er Gläubiger der markgräflichen Landesregierung von Baden-Durlach.

Er spendete zahlreiche wohltätige Stiftungen für die Bevölkerung Grötzingens.

Nidda wurde zum kaiserlichen Hauptmann in badischen Diensten ernannt und in den Adelsstand erhoben, als er Markgraf Karl Wilhelm eine auf eigene Kosten angeworbene Kompanie für den Spanischen Erbfolgekrieg übergab.

Seine Grabtafel befindet sich an der Grötzinger Kirche, ein Replikat davon steht am Niddaplatz.

Ehrungen

Die Niddastraße in Grötzingen wurde 1974 nach im benannt. Zudem wurde ihm der Niddaplatz gewidmet.

Literatur

  • Sepp Gierl: Vom Metzgergesellen zum Reichsfreiherrn: Die sonderbare Lebensgeschichte eines Pfälzers, in: Pälzer Feierowend, 19. Jahrgang (1967), Nr. 39
  • Peter Güß: Johann Nikolaus von Nidda (1672 – 1722), in: „Als der Teufel den Turm verdrehte“. 750 Jahre Kirche in Grötzingen und 450 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Grötzingen, Festschrift, herausgegeben von Ulrich Schadt. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2007, ISBN 978-3-89735-492-0, Seiten [80] – 89

Weblinks