Indianerbrunnen

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März 2012 – Blick von Südost

Der Indianer-Brunnen ist ein Südstadt-Brunnen auf dem Werderplatz.

Beschreibung

Der Indianerbrunnen von Stadtbaudirektor Friedrich Beichel wurde vom Bildhauer August Meyerhuber geformt und zwischen 1924 und 1927 erbaut und am 11. Oktober 1927 feierlich enthüllt. Es ist das Wahrzeichen der Südstadt. Er zeigt auf der der Johanniskirche zugewandten Seite ein ernstes und auf der dem Wirtshaus Wolfbräu zugewandten Seite ein freundliches Gesicht.

Für das ernste Gesicht soll ein Sioux-Indianer Modell gestanden haben, der mit dem Zirkus Krone in Karlsruhe war. Das lächelnde Gesicht ist ein Portrait von Friedrich Beichel.

Unter dem Platz sind die Abwasserkanäle nicht tief genug, deshalb konnte die darunterstehende Toilette nicht ganz unter der Erde versteckt werden. Friedrich Beichel schlug vor, darauf einen Brunnen zu setzen.

Information zum „Spitznamen“

Zuerst wurde vorgesehen, dass über dem Brunnen eine stehende Indianerfigur gestellt wird, da das Indianerthema derzeit schon aktuell war. Nachdem der Entwurf 1924 im „Karlsruher Tagblatt“ veröffentlicht wurde, haben sich Teile der Südstadtbevölkerung beleidigt gefühlt, als Indianer bezeichnet zu werden und haben heftig protestiert. Der Spitzname war damals nicht von allen akzeptiert. Bei der Enthüllung waren die Proteste jedoch nicht mehr laut, es ist sogar aus ihr ein Fest geworden.

andere Namen

  • Indianerbrunnen

Bilder

Inschriften

  • keine

Standort

Der Brunnen steht auf dem östlichen Werderplatz. Dieser Ort im Stadtplan:

(H)  nächste Haltestelle: Werderstraße   

Literatur

  • Gerhard Kabierske: 113 Indianer-Brunnen, Seite 583ff in „Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945“ (Band 7 der Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Herausgeber Heinz Schmitt), 2. Auflage, Karlsruhe 1989. ISBN 3761702647
  • Indianer-Brunnen (Brunnen 75) in Dietrich Maier: Karlsruher Brunnen: Bilder – Modelle – Fotografien. 2004, ISBN 3-89929-022-4

siehe auch

Weblinks