Werkraum Karlsruhe

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Verein Werkraum Karlsruhe e.V. ist ein Zusammenschluss von Künstlern zur Unternehmung einer veränderten Form der Organisation und Kommunikation von Theater.

Inhaltsverzeichnis

Aufgabenstellung

Aufgabe von Werkraum Karlsruhe ist, mit den Mitteln der Darstellenden und Bildenden Kunst, Kreativität, Ausdrucksfähigkeit, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit in der Gesellschaft zu fördern. Ziel ist es, Theater zu produzieren, das in divergierenden Gesellschaftsräumen vermittelnd wirken kann.

Hierin versteht sich Werkraum Karlsruhe als Bindeglied, Initiator und Träger interdisziplinärer, künstlerischer Arbeit.

Werkraum Karlsruhe sucht den direkten Kontakt zu seinen Zielgruppen. Das Theater hat daher keine feste Spielstätte, sondern sucht sich Orte im Raum Karlsruhe, die thematisch zu den jeweiligen Werken in Beziehung stehen.

Arbeitsbereiche

  • Theater in Schulen
  • Jugendtheaterprojekte
  • Gruppenarbeiten
  • Theater in sozialen Räumen

Methoden

  • Beteiligung/Einbindung
  • Mehrsprachigkeit
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Langfristiges Engagement
  • Interdisziplinarität
  • Kooperation

Ziele

  • Emanzipation
  • Gestaltungsfreude
  • Zukunftsorientiertes Denken
  • Egalität/Gleichberechtigung
  • Integrität
  • Synergie

Werkraum-Festival 2007

Im Zuge der Umgestaltung des alten Schlachthofgeländes entsteht in der Fleischmarkhalle ein neuer Veranstaltungsort

Werkraum Karlsruhe weiht den neuen Veranstaltungsort mit einem dreiwöchigen Festival vom 3. bis 18. Dezember 2007 ein.

Fleischmarkhalle

Die Fleischmarkthalle im Schlachthof befindet sich in der Durlacher Allee 62


Es sollen die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten Fleischmarkthalle vorgestellt und bekannt gemacht werden. Das Angebot reicht von Elektronik, Punk und neuer Musik, über experimentelles Sprechtheater und Performance, bis hin zu Film und Installation. Dabei soll besonderer Wert auf ein möglichst vielfältiges, integratives Programm gelegt werden, das Möglichkeiten eröffnet, statt auszuschließen.

Erste Woche

Am Mo. 3.12. findet die Eröffnungsfeier mit Grillparty ab 21:00h in lockerer Runde mit einigen Überraschungen und interessanten Diskussionen statt, musikalisch untermalt von Benni Landhäuser. Jeder ist eingeladen, sich bei Musik und kulinarischen Schmankerln in gemütlicher Runde umzusehen und mit den Räumlichkeiten bekannt zu machen.

Gefolgt wird diese am 6., 7. und 8.12. von einer dreitägigen Noise-Party: „Rooms full of Noise“, bei dem sich verschiedenste Musiksparten und ein ebenso buntes Publikum ein Stelldichein geben. Dabei soll „Noise“ nicht als exklusive Stilrichtung verstanden werden, sondern als Inspiration, als Schirm, unter dem sich alle möglichen Einflüsse versammeln, um zu experimentieren, neue Horizonte zu eröffnen und nicht zuletzt Musik in allen Facetten zu geniessen. Das Publikum soll dazu aufgefordert werden, abseits des „Mainstream“ Ausschau zu halten nach Interessantem und noch nicht Gehörtem. Mit dem ZKM und der HFG verfügt Karlsruhe über eine der wichtigsten Plattformen für Elektronische Musik. Die an der HFG studierenden KünstlerInnen suchen in ihrer Arbeit neue und unerforschte Wege.

Am Do. 6.12. spielen:

  • ichiigai (hfg label):

composting [audiologe rückkopplungsschleife]

solarblabla [solar sound]

i’m here [algorythm vs. performance]

mainouvres [gesture controlled sound]

bad. noiste nachrichten

  • Aglaophème
  • Marcel Türkowski
  • Nugath
  • Shahrokh Sound of K.
  • Âme

(ab20:00 Uhr, €12/10)


Am Fr. 7.12. spielen:

  • Datashock
  • Suns of Atacama
  • Omega Massif
  • shEver
  • Ignatz

(ab 21:00 Uhr, €12/10)


Am Sa. 8.12. spielen:

  • ichiigai
  • Kpt Michigan
  • Schneider TM
  • Sonic Boom
  • Antoine Chessex
  • Benny Landhäusser

(ab 21:00 Uhr, €14/12)

folgende Wochen

Die folgenden Wochen sind für Theater und neue Musik vorbehalten.

Am Mi. 12.12. spielen Stefan Mark Schneider und das Mufforchester: Die smschneider Band ging aus der Zusammenarbeit zwischen dem Texter Volker Doberstein und dem Komponisten smschneider im Herbst 2006 hevor. Zunächst als Trio geplant entwickelte sich die Sache schnell zu einem größerem Band(ensemble)projekt - Im März 2007 wurde in Stuttgart das Demo "Die logopädische Rumba" aufgenommen -- im Dezember 2007 folgt nun das Livedebut. Im Programm werden neben eigenen Stücken auch Chansons der französischen Großmeister Brel und Brassens sowie Swingklassiker dargeboten.

Am Fr. 14.12. folgen zwei Performances: „At a Bench“, ein Theaterstück von Luke Styles kombiniert neue Musik mit einer Performance. Dabei spielen ein Schauspieler und eine Oboe. Luke Styles begann seine Karriere als Schauspieler und Regisseur, hatte unter Anderem eine Rolle in dem Film „Dark City“. Er studierte in Wien und London, bevor er an die HfG Karlsruhe zu Wolfgang Rihm kam. „Wie junge Hunde“, ein Projekt über den walisischen Dichter Dylan Thomas von Regisseur und Werkraum-Mitglied Jürgen Sihler. Er hat Prosa, eine Radiosendung und verschiedene Gedichte zu einer Szenischen Lesung zusammengestellt, die das Leben und Werk des Poeten summieren. Man sagt, daß Bob Dylan sich nach Dylan Thomas benannt hat, dessen letzte Worte lauteten: „Ich hatte achtzehn volle Whiskeys; ich denke das ist Rekord.“

Am Sa., 15.12. zeigt das Theater Marie aus Aarau das Stück „Schilten“ von Herrmann Burger: Peter Stirner, der sich Armin Schildknecht nennt, ist Lehrer in Schilten, einem abgelegenen Dörfchen in einem engen, nebelreichen Aargauer Tal. Das Schulhaus, in dem er seine „Einheitsförderklasse“ unterrichtet, liegt direkt neben dem Friedhof. Schildknecht meint - da er sich dem Friedhof nicht entziehen kann - es gelinge ihm durch eine Flucht nach vorn, sich die Todesangst vom Leib zu halten, indem er alles, was mit dem Friedhof zu tun hat, genau beobachtet, studiert, bis in die kurioseste Konsequenz festhält und zum zentralen Unterrichtsthema macht. Statt sich jedoch auf diese Weise gegen die Friedhofschwermut zur Wehr zu setzen, gerät er immer tiefer in den Todessog, bis hinein in eine Todeshalluzination, wo zwischen Wahn und Wirklichkeit, zwischen Leben und Tod nicht mehr zu unterscheiden ist.

Am Mo., den 17.12. präsentiert Christopher Maas den ersten Akt seines neuen Werkes „Licht“, welches hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Christoper Maas, gebürtiger Belgier und Wahl-Karlsruher ist Regisseur und Schriftsteller und hat in Karlsruhe seit 2005 mit vielen Theater-Aktionen für Trubel gesorgt. Das Stück handelt von Utopie, dazu komponiert Stefan M. Schneider, unterstützt wird die Performance vom Modernen Chor Songcircle.

Am Di., den 18.12. wird Jennifer Dallüges Stück „Bartsch-Kindermörder“ gezeigt. Der Metzgergeselle Jürgen Bartsch hatte zwischen 1962 und ´66 vier Jungen gequält und ermordet, bei der ersten Tat gerade selbst 15 Jahre alt. Mit 19 Jahren auf lebenslänglich veruteilt, starb er 1976 bei einem von ihm selbst beantragten Kastrationseingriff. Aus über 400 Briefen hat Oliver Reese einen Bühnenmonolog herausgearbeitet, der sich auf die Geschichte des Kindes und Heranwachsenden konzentriert. Jennifer Dallüge studierte von 2002-2006 Schauspielregie in Ulm.Während ihres Studiums inszenierte sie vier Stücke, gründete eine eigene Thetergruppe und gewann den Kulturpreis ihrer Heimatstadt Eisenach. Seit 2 Jahren ist sie als Regieassistentin am Badischen Staatstheater engagiert.

weitere Veranstaltungen

Himalya/Speicher

Zwei Monodramen von Christopher Maas in Koproduktion von Werkraum Karlsruhe, Staatstheater Stuttgart und ZKM:

  • werk2 HIMALAYA – kubistische Ballade für einen Schauspieler
  • werk7 SPEICHER – kritisch-rationalistisches Essay für einen Schauspieler

Mit Jannek Petri und Bernd Gnann, Musik Schneider TM.

Mit den beiden Stücken wendet sich der Autor und Regisseur Christopher Maas dem Problem des Individuums in der postmodernen Gesellschaft zu.

Die Welt des Helden der Ballade HIMALAYA ist kalt, einsam, hoch dynamisch - und letztendlich unwirklich. Er spürt sie nicht und sie spürt ihn nicht. Aus gutbürgerlichem Hause stammend, beschreitet er das Leben auf vorgeformten Pfaden. Er geht zur Schule, studiert, promoviert, heiratet und beginnt seine berufliche Laufbahn im gehobenen Management. Das Sofa, auf dem er seine Jugend phlegmatisierend an sich vorbeiziehen ließ - „umgeben von Raufaser, gewaltig, wie der Himalaya“ – hat er nie verlassen. Es ist zu seinem Paradigma geworden. Nichts lockt, oder schreckt unseren Helden aus diesem Cocon. (Uraufführung war Montag, 3. April 2006, 20:00 Uhr : Die Stadtmitte)

Im Zentrum von SPEICHER steht hingegen die Geschichte einer Person, die ohne jegliche Familienbindung aufwächst. Den äusseren Anforderungen entsprechend erfindet sie sich ständig neu; ihre Herkunft, ihre Vergangenheit, ihre Geschichte. Ihr Leben wird zur Erzählung, die der ständigen Revision unterliegt. Was entsteht sind fragmentierte, episodische Erinnerungen an Gewesenes und nicht Gewesenes. - Die Integration episodischer Erinnerung in ein sinnvolles Kontinuum ist ein notwendiger Kraftakt, der der Kreativität bedarf. Vielleicht ist dieser Integrationsakt der Beginn der Kunst?

Wie in allen Arbeiten von Christopher Maas nimmt das Zusammenspiel von Klang, Licht und Wort eine zentrale Rolle in der Ästhetik dieser beiden Stücke ein.

Ort: ZKM-Kubus
Termine: 3.10., 4.10., 24.10., 25.10. jeweils 20 Uhr
Ab 18 Jahre
Eintritt € 10/8
Karten-Telefon: (0721) 3 52 59 64

Projekte

Die große Fahrt

Mitspieltheater für die 1. und 2. Grundschulklasse - Thema: Kinder mit Behinderung unterstützt von der Aktion Mensch und dem Kulturamt Karlsruhe. Mit Ibadete Kadrijaj und Giovanni Romano.

Regie: Jürgen Sihler
Musik: Stefan M. Schneider
Ausstattung: Simone Manthey
Text: Christopher Maas

Thema des Stückes sind die Herausforderungen, die Kinder mit Behinderungen in der Schule und im Alltag meistern. Zwei professionelle Schauspieler besuchen die Schulklasse während der Unterrichtszeit und spielen das interaktive Theaterstück gemeinsam mit den SchülerInnen.

  • Dauer: 1h 30 min
  • benötigte Vorbereitungszeit im freien Klassenzimmer: 20 min
  • Das Stück wird für die Schulen und SchülerInnen kostenfrei angeboten
  • buchen unter: 0721/56841030 oder info(at)werkraum-karlsruhe.de

Am Ende der Angst

Eine Koproduktion mit der Stiftung Hänsel+Gretel ist in Planung als mobiles Theaterprojekt zum Thema sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen.


Zusammentreten

„Zusammentreten“ ist ein Projekt zum Thema Jugendgewalt.

Am 3. Juni 2006 starb die 17-jährige Nicole an den Verletzungen, die sie bei einer Auseinandersetzung mit einer Gleichaltrigen erlitten hatte. Blumen, Fotos und Kuscheltiere lagen zur Erinnerung an sie am Kronenplatz.

Der 21-jährige holländische Theaterpädagoge und Regisseur Rob Doornbos entwickelte 2006 in Zusammenarbeit mit den Jugendeinrichtungen der Stadt Karlsruhe und mit den Schauspielern Anke Bussmann, Daniele Coscia und Ibadete Kadrijaj das Stück „Zusammentreten“. Es ist ein Stück zum Thema Jugendgewalt für ein Publikum ab 14 Jahren. Durch vielfältige Recherchen, Gespräche mit Schulklassen und in Jugendzentren entstand aus den so gewonnen Eindrücken ein Stück, das realitätsnah Stellung bezieht. Eine der größten Stärken dieses Prokjektes ist sein lokaler Bezug. „Zusammentreten!“ zeigt in einem spannungsgeladenen Theaterstück die absolute, ausweglose Verzweiflung auf, in die manche Jugendliche geraten können und sucht nach Auswegen.

Die Uraufführung/Premiere war am 20. November 2006. Weitere Aufführungen gab es im Oktober 2007: am 5. im Jubez, am 6. im NCO-Club und am 22. in der Heinrich-Hübsch-Schule.

Adresse

Werkraum Karlsruhe e.V.
Wilhelmstraße 28
76137 Karlsruhe
Telefon: (0721) 3525965

Weblinks

Stadtwiki überarbeiten

ACHTUNG: Dieser Artikel bedarf einer Überarbeitung. Eine inhaltliche Begründung befindet sich gegebenenfalls auf der Diskussionsseite. Wenn Sie Lust haben, verbessern Sie den Artikel und entfernen anschließend diesen Baustein.


Siehe auch Guter Artikel, Editierhilfe und Handbuch
Persönliche Werkzeuge