Wir wünschen allen Autoren und Lesern ein gesundes und gutes 2009.

Heroinversuch

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Heroinversuch (auch „Heroinmodell”) ist eine Methode zur Behandlung von schwerstdrogenabhängigen Personen. Dabei wird diesen unter medizinischer Aufsicht synthetisch hergestelltes Heroin verabreicht, um Beschaffungskriminalität und Verelendung vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

Ende Juli 2008 sieht es so aus, als ob der Versuch in Karlsruhe zum 31. Dezember 2008 eingestellt wird, da es bisher keinen gesetzlichen Rahmen dafür gibt und der Bund das Betäubungsmittelgesetz nicht ändern wollte. Daher müsste ab dem Jahr 2009 die Stadt Karlsruhe alleine die Kosten tragen, was sie nicht leisten kann.[1]

Geschichte

Grünes Licht für ein bundesweites Modellprojekt „Heroin für Schwerstabhängige“ gibt es am 22. August 2001. Karlsruhes Erster Bürgermeister Siegfried König und der Drogenbeauftragte der Stadt, Rainer Blobel, unterzeichnen in Bonn, sechs weitere deutsche Städte beteiligen sich.[2] Neben Karlsruhe nehmen auch München, Frankfurt, Köln, Bonn, Hannover und Hamburg an dem Versuch teil. In Karlsruhe übernimmt die AWO die Aufsicht und die Abgabe. Seit 2002 wurden rund 50 Abhängige behandelt.

2007 übernahm die Stadt Karlsruhe 240.000 Euro und der Bund 55.000 Euro.

Weblinks

Fußnoten

  1. Sonderpressedienst der Stadt Karlsruhe vom 29. Juli 2008
  2. BNN Karlsruhe, 30. Juli 2008, Seite 13 „Chronologie“
Persönliche Werkzeuge