Hanna Meyer-Moses

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Hanna Meyer-Moses, 2009

Hanna Meyer-Moses (geboren am 30. September 1927 in Karlsruhe) ist eine jüdische Zeitzeugin der Judenverfolgung.

Leben

Hanna Meyer-Moses wurde als Tochter des Rechtsanwaltes Nathan Moses (1896–1944), eines Veteranen des Ersten Weltkrieges – Moses war bei der Feldartillerie –, und seiner Frau Betty, geborene Dreifuß (deren Vater, David Dreifuß, hatte in den 1870er Jahren in Karlsruhe im 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 gedient und gehörte zeitweilig zur Schlosswache[1]) geboren.

Am 22. Oktober 1940 wurde sie mit ihrer Familie nach Frankreich verschleppt und ins Lager Gurs gebracht. Im Sommer 1943 gelang ihr, 15-jährig, mit ihrer Schwester eine abenteuerliche Flucht in die Schweiz. Ihre Eltern wurden in Auschwitz ermordet.

Mittlerweile wohnt sie in der Schweiz.

Wirken

Sie und Paul Niedermann sind die letzten Karlsruher Zeitzeugen der Juden-Deportation, beide berichten in Karlsruher Schulen immer wieder über diesen Tag.

Werke

Ehrungen

Ein ihr angebotenes Bundesverdienstkreuz lehnte sie ab mit der Begründung „Ich käme mir vor als auf einem Berg von Gebeinen und Asche stehend, auf dem zuoberst mir ein Orden verliehen würde“. Im Februar 2013 wurde ihr die Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe verliehen.

Weblinks

Literatur von oder über Hanna Meyer-Moses hat auch die Badische Landesbibliothek (BLB) zu Karlsruhe und kann in deren Onlinekatalog recherchiert werden.

Fußnoten

  1. Eintrag Nathan Moses (1896–1944) im Gedenkbuch für die Karlsruher Juden