Friedrich Wilhelm Hauck

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Friedrich Wilhelm Hauck (* 3. Februar 1921 in Staffort, † 21. September 2003 ebenda) war Diplomlandwirt, Entwicklungshelfer und Direktor bei der FAO („Food and Agriculture Organization“) in Rom.

Leben und Wirken

Er wurde als erster Sohn des Landwirts Friedrich Wilhelm Hauck (1895–1948) und dessen Ehefrau Frieda Katharina, geb. Hauth, geboren. Er war der ältere Bruder von Arnold Hauck (*1928).

Nach Schule in Staffort und Gymnasium mit Abitur in Bruchsal (1939) wurde er direkt zum Arbeitsdienst und Kriegseinsatz an die Westfront einberufen. Als Flaksoldat wurde er verwundet und geriet als Offizier in Gefangenschaft. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft begann er sein Studium an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim, das er als Diplomlandwirt und Dr. agr. abschloss. Im Jahr 1951 ehelichte er Helga Schacht aus Berlin, die ihn auf seinen Auslandsstationen begleitete. Seiner ersten Anstellung nach dem Studium als Auslandmanager Südamerika der Kali und Salz AG Hannover folgte die Abteilungsleitertätigkeit für Düngemittel bei der Zentralgenossenschaft Raiffeisen Karlsruhe und Entwicklungshelfertätigkeit in Ghana (Afrika).

Im Jahr 1966 wurde Hauck als Direktor in die Zentrale der FAO nach Rom berufen um für 17 Jahre die Steuerung vieler Hilfsprojekte zu übernehmen. Im Jahr 1983 kehrte er mit seiner Frau Helga nach Staffort zurück; ihre drei Kinder waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Studium. Er engagierte sich fortan in der FDP des Landkreises Karlsruhe, kandidierte sogar für den Landtag in Stuttgart und schrieb seine Erinnerungen: „Die schöne Welt“, die er im Selbstverlag herausbrachte und seiner Verwandtschaft schenkte. Auf 578 Seiten finden sich viele Informationen zur Problematik der Entwicklungshilfe-Politik des 20. Jahrhunderts.

Literatur

  • Wilhelm Otto Hauck: Staffort – Schloß und Dorf an der steten Furt (Ortschronik). Gemeinde Stutensee 1993
  • Hanna Heidt: Erinnerungen an die Vergangenheit. Eigenverlag, Schwanen Stutensee-Staffort 2003
  • Manfred G. Raupp: Die Stafforter Geschlechter 1669-1975; Sippenbuch Manuskript hinterlegt im Stafforter Bürgerbüro und in der Evangelischen Kirchengemeinde Staffort und Was der Großvater schon wusste - Gedanken zur Entwicklung der Landwirtschaft in Staffort; verfasst zum Andenken an Gustav W. Raupp (1905-1985). Eigenverlag, Lörrach und Stutensee-Staffort 2005; Ortsfamilienbuch Staffort, Herausgeber Stadt Stutensee, Verlag Gesowip Basel 2010, ISBN 978-3-906129-64-8.
  • Publikationen von und über Friedrich Wilhelm Hauck im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek