Friedrich Kappes

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche

Friedrich Kappes (* 9. August 1897 in Fahrenbach bei Mosbach; † 29. Mai 1965 in Karlsruhe) war ein Arzt und Kommunalpolitiker.

Leben und Wirken

In Wertheim besuchte er die Grundschule und das Gymnasium. 1918 begann er mit einem Medizinstudium in Amsterdam, er setzte es in Tübingen, Hamburg und Heidelberg fort. 1923 legte er in Heidelberg das Staatsexamen ab und promovierte dort. 1925 wurde er als Oberarzt an die Kinderklinik nach Karlsruhe berufen. Dort half er zwischen 1925 und 1929 beim Aufbau der ersten Mütterberatungsstellen zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit in Baden. 1929 wurde er Kreisfürsorgearzt und Medizinalrat des Stadt- und Landkreises Karlsruhe. Da er bis 1933 Mitglied der Vereinigung „Sozialistischen Ärzte Deutschlands” war, sollte er seine Tätigkeit aus politischen Gründen kündigen, und er übernahm die Artzpraxis eines jüdschen Arztes in Weiherfeld. Während des Zweiten Weltkriegs war er unermüdlich im ärztlichen Einsatz und bot Hilfeleistungen für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.

1948/’49 war er Medizinaldirektor bei der Landesversicherungsanstalt Baden und half beim Aufbau der Ärztekammer. Von 1947 bis 1953 saß er für die SPD-Fraktion im Gemeinderat Karlsruhe und war dort besonders tätig im Krankenhaus-, Sozial- und Kulturbereich.

Ehrungen