Feldkirchle

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Feldkirchle
Innenansicht
Grablege mit Steintafel

Das Feldkirchle ist eine Kapelle in Bruchsal und eine von sieben Stationen zur „Schmerzhaften Mutter Gottes”.

Im Inneren steht ein im gotischen Stil geschnitzer Altar, der von den Gebrüdern Moroder bei der Firma Simmler in Offenburg geschaffen wurde, mit dem Bild des dornengekreuzigten Jesus.

Geschichte

Im Jahr 1903 wurde der Grundstein zum Feldkirchle gelegt und am 27. August 1905 von Stadtpfarrer Josef Kunz (1843-1925) feierlich eingeweiht. Aus einem Stifterbrief im Inneren der Kapelle ist zu entnehmen, dass viele Bruchsaler Bürger finanziell dazu beigetragen haben.

Im Jahr 1908 waren alle sieben Stationen vollendet.

Unterhalb der vierten Station ließ Pfarrer Kunz eine Grablege einbauen, in der er – wie auf der Steintafel zu lesen ist – einmal begraben werden wollte. Genehmigt wurde dies jedoch nicht.

Die ersten vier Stationen wurden durch Wetter- und Kriegseinfluss stark zerstört. 1957 bekam der Bruchsaler Künstler Theo Diel den Auftrag diese neu zu gestalten. Sie wurden am 14. September 1958 von Stadtpfarrer Franz Hennegriff und Kaplan Albert Rapp eingeweiht.

Die 30 Kilogramm schwere Glocke aus dem Türmchen über dem Eingang, welche von Andreas Hamm in Frankenthal gegossen wurde, hängt seit 1978 in der Kirche St. Maria in Heidelsheim. Die jetzige Glocke, die frühere Friedhofsglocke, stellte die Stadt Bruchsal zur Verfügung.

Stationen

Lage

Wegweiser

Die Kapelle im Gewann Hirschmann ist über die Langentalsiedlung zu erreichen. An dem Weg von Bruchsal in Richtung Golfplatz ist ein geschnitztes Hinweisschild angebracht.

Dieser Ort im Stadtplan:

Literatur

  • Hubert Münkel: „Das Bruchsaler Feldkirchle und seine Stationen zur Schmerzhaften Mutter Gottes“, in: Badische Heimat Nr. 82 (2002), Seiten 271–275

Weblinks