Buntsandstein

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Buntsandstein im Pfälzer Wald, Wanderweg bei Eußerthal
Bismarckturm am Wattkopf aus Buntsandstein der Umgebung

Buntsandstein ist zum einen der Name für ein rötliches Sediment (Ablagerungsgestein) aus Sand- oder Tonstein aus dem frühen Erdmittelalter, der Zeit von vor 251 bis vor 245 Millionen Jahren. Zum anderen wird auch der Zeitraum, in dem sich dieses Gestein abgelagert hat, "Buntsandstein" genannt. Die rötliche Färbung des Gesteins weist auf trockenes, wüstenartiges Klima hin.

Erdgeschichte

Zur Zeit des Buntsandsteins gibt es im Gebiet des heutigen Südwestdeutschland eine durchgehende Landmasse, das Germanische Becken, das unter anderem aus den heutigen Mittelgebirgen Pfälzer Wald, Vogesen, Schwarzwald und Odenwald sowie dem Boden der Oberrheinischen Tiefebene besteht. Diese Landmasse ist noch Teil des Superkontinents Pangäa und liegt deutlich näher am Äquator als heute, daher das tropische Wüstenklima. In dieses Becken lagern sich die meterdicken Schichten des roten Buntsandsteins ab.

Vorkommen

Im Nordschwarzwald bildet der Buntsandstein das Deckgebirge. Die Ablagerungen des Muschelkalk, Keuper und Jura, die sich im Erdmittelalter über dem Buntsandstein abgelagert haben, sind im Nordschwarzwald bereits abgetragen worden. Im Südschwarzwald ist auch der Buntsandstein abgetragen und das kristalline Grundgebirge mit Gneis und Granit tritt zu Tage.

Verwendung

Die Gesteinsblöcke des Buntsandsteins wurden aufgrund ihrer günstigen Eigenschaften, beispielsweise ihrer leichten Spaltbarkeit, häufig als Baumaterial für Bauwerke verwendet. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Buntsandstein für den Wiederaufbau Durlachs und die Errichtung der neuen Residenz Karlsruhe in den Steinbrüchen Grötzingens gebrochen.

Kriegerdenkmäler

Aus Buntsandstein sind auch die meisten Kriegerdenkmale in der Region – Beispiele:

Gefallenendenkmäler

Seltener sind auch Gefallenendenkmale für die Toten der beiden Weltkriege aus Buntsandstein:

Ausflugsziele

Direkt an der A 8 westlich von Hohenwettersbach an einem Feldweg zwischen Sportplatz und Autobahn liegt der ehemalige Steinbruch Rotenbüschle. Hier kann man die oberen Schichten des Buntsandstein gut erkennen.

Besonders eindrucksvolle Felsformationen aus Buntsandstein mit der dort typischen Verwitterungsform der Wabenbildung sind im Dahner Felsenland zu sehen.

Weblinks