Benutzer:BeatePaland/Durlach

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Der Karlsruher Stadtteil Durlach liegt im Osten Karlsruhes; das Wahrzeichen ist der weithin sichtbare Turmberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Politik

Die Geschichte Durlachs reicht weit zurück: Zwischen Durlach und Grötzingen (im Gewann Beun) entdeckte man 1898 beim ausheben von Lehm römische Münzen aus dem 4. Jahrhundert nach Christus, Urnen und eine 1,6 Meter hohe Sandstein-Grabplatte mit lateinischer Inschrift.

1196 führte Konrad von Hohenstaufen einen Feldzug gegen die Zähringer. Einige Quellen berichten, dass er „am 15. Oktober 1196 in seiner staufischen Stadt Durlach erschlagen“ wird. Demnach muss Durlach in diesem Jahr bereits eine geschlossene Stadt gewesen sein.

Plan von 1698
Plan von 1698
  • 1196 erstmals urkundlich als Stadt erwähnt ("oppidum") (gegründet durch die Staufer)
  • Übergang in den Besitz der Markgrafen von Baden
  • ab 1418 Recht zwei Jahrmärkte zu halten
  • 1565 verlegt Markgraf Karl II. von Baden-Durlach seine Residenzstadt von Pforzheim nach Durlach
  • In den Folgejahren Erneuerung der Befestigungsanlagen und Ausbau des Jagdschlosses Karlsburg zu einem über die Landesgrenzen hinaus bekannten Renaissanceschlosses
  • 1586 Gründung des Gymnasium "illustre" (heutiges Bismarck-Gymnasium), welches in den folgenden Jahren fast das Niveau einer Universität erreichte
  • 1689 wurde die Stadt im Verlaufe des Pfälzischen Erbfolgekrieges durch Truppen Ludwig XIV. komplett niedergebrannt, der Wiederaufbau ging nur schleppend voran
  • 1715 Gründung der Stadt Karlsruhe durch Markgraf Karl Willhelm und damit Verlegung der Residenz in die neu gegründete Stadt
  • 1724 Umzug des Gymnasiums nach Karlsruhe
  • 1846 Gründung der ersten freiwilligen Feuerwehr Deutschlands durch Christian Hengst
  • 25. Juni 1849 Gefecht an der Obermühle beendet die Revolution

1920er und 1930er: Untermühlsiedlung

1. August 1921: Eingemeindung Aue zu Durlach.

Am 1. April 1938 wurde Durlach zu Karlsruhe eingemeindet. Als Ausgleich dafür wurde beschlossen, dass Durlach seine bisherigen Behörden behalten darf: Das Finanzamt, das Amtsgericht und das Rathaus (der Oberbürgermeister fiel aber weg). Bis ins Jahr 1990 gab es auch ein Gefängnis. Diese Eingemeindung schmeckte nicht jedem: Festwagen beim Fastnachtsumzug mit Sprüchen wie „Die Tochter frisst die Mutter auf“ oder „Lieber an der Pfinz allein, als am Rhein ein Stiefkind sein“ waren bis Ende der 30er Jahre keine Seltenheit. Nach dem Krieg gab es noch eine Unterschriftensammlung, 5000 Bürger stimmten für eine Ausgemeindung, ohne Erfolg.

Die Kriegsschäden waren zum Glück überschaubar.

Ab 1947 gab es Stadtamtsleiter: 47-54 Jean Ritzert, 1954-66 Emil Busch, 66-82 Willi Baschin, 82-89 Horst Holzer.

Entwicklung Bevölkerung

  • 1855: 4 715 Einwohner
  • 1875: 6 326

Von 1895 bis 1900 entwickelte sich die Einwohnerzahl von 9.100 auf 13.000.

  • 1905: 13 122 -> Zuzug von Arbeitern?

Soziales

Parks, Plätze und Gebäude

Kirchen

Verkehr

Von der Stadtmitte aus zu erreichen mit der Straßenbahn-Linie 1 (zur Haltestelle Turmberg) und 2 (über Durlach-Aue nach Wolfartsweier) und den Stadtbahn-Linien S4 und S5 (Durlach Bahnhof) bzw. mit dem Auto über die Durlacher Allee. Außerdem fährt während der Hauptverkehrszeiten die Straßenbahn-Linie 8 von Wolfartsweier über Aue zum Durlacher Turmberg. Weiterhin ist Durlach durch verschiedene Buslinien an die Umgebung angebunden.

Im November 2004 bekam Durlach ein 85.000 Euro teures Parkleitsystem: An den drei Hauptzufahrtsstraßen wurden Hinweisschilder für die sechs grossen Parkeinrichtungen (Amalienbad, Blumentor, Festhalle, Post, Volksbank und Weiherhof) aufgestellt, die insgesamt 650 Parkplätze aufweisen. An 45 Standorten wurden die Hinweistafeln ausgetauscht.

Heute gibt es den Bahnhof Durlach als größten Bahnhof nach dem Hauptbahnhof. Sogar einige ICEs halten hier. Bis zum Brand 1989 gab es den Güterbahnhof Durlach. Er befand sich im Wohngebiet Im Blumenwinkel.

Unternehmen

Bereits sehr früh hatten sich Unternehmen in Durlach niedergelassen. Historiker haben nachgewiesen, dass es bereits 1512 eine Druckerei gab. Dort wurden um 1530 Übersetzungen der Bibel gedruckt, im 17. und 18. Jahrhundert wurden hauptsächlich Erlasse, Gesetze und Verordnungen gedruckt. Nach der Gründung Karlsruhes (1715) sind viele Drucker dem Markgrafen gefolgt.

Seit 1749 gab es die Lederfabrik.

Im 19. Jahrhundert siedelten sich zahlreiche Unternehmen in Durlach an: Badische Maschinenfabrik Durlach, Maschinenfabrik Gritzner (ab 1872), Orgelbauanstalt H. Voit und Söhne.

Auch im 20. Jahrhundert: von 1959-1986 wurden in Durlach Bechstein-Klaviere und -Flügel gebaut. 1925 gab es 54 metallverarbeitende Betriebe mit 4513 Beschäftigten, fünf Großbetriebe davon hatten allein 3165 Angestellte. Allerdings gab es im Mai 1926 über 1300 Arbeitslose bedingt durch die Wirtschaftskrise der Weimarer Republik.

Kinos in Durlach: Roxy (1956-1976), ...

Größere Unternehmen heute: Dr. Willmar Schwabe, Deutsche Homöopathie-Union, Web.de (Combots), Fiducia. Auch wieder einige kleine Druckereien: Printpark Widmann GmbH. Jacob Elektronik ist ein größerer bekannter Computer-Händler.

Auch Dienstleistung, z.B. P90, Radio Kolbe.

Gastronomie

1925 gab es 46 Gastwirtschaften in Durlach. Bis vor dem Krieg war das Parkschlössle ein bekanntes Gastronomie-Viertel.

Kultur

Orgelfabrik,

Veranstaltungen

Altstadtfest

Medien

Derzeit gibt es für die Durlacher Bevölkerung das Durlacher Blatt sowie den Regionalteil des Wochenblatts und von Boulevard Baden. Bis 1991 existierte die Turmberg Rundschau. Es gibt noch das Intelligenz- und Provinzblatt Durlach.

Das Karlsruher Kind wird in Durlach verlegt, aber innerhalb Karlsruhe vertrieben.

Literatur und Quellen

  • Durlach, ein Bildband. Text von J.-D. Rausch, Bilder von S. Degen, G. Heiberger, J. Sormani. 1983, ISBN 3-923314-02-7
  • „Durlach - Staufergründung, Fürstenresidenz, Bürgerstadt“ von Susanne Asche und Olivia Hochstrasser, ISBN 3-7617-0322-8
  • „Geschichte der im Jahre 1586 zu Durlach eröffneten und 1724 nach Karlsruhe verpflanzten Mittelschule” von K. F. Vierordt
  • Literatur von Wolfgang Rösch‎...
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