Alt-Dettenheim
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Alt-Dettenheim ist der ursprüngliche Standort der Gemeinde Dettenheim. Er liegt nahe des heutigen Rheinverlaufs, kurz hinter dem Rheinhauptdamm. Von diesem Ort existieren nur noch zwei Häuser. In der Nähe des heute noch bestehenden Gasthauses von Alt-Dettenheim befindet sich ein Gedenkstein von 1938 und eine Schautafel des Heimatvereins Karlsdorf. Alt-Dettenheim ist von Liedolsheim aus zu erreichen, von der Ortsmitte sowie vom südlichen Ortseingang her ausgeschildert.
Am 17. Juni 1988 feierte Alt-Dettenheim sein 1200jähriges Bestehen.
Historie des Umzuges
Nachdem Dettenheim zwischen 1734 und 1749 über fünf mal überflutet wurde, kamen 1749 erstmals konkrete Pläne auf, den Ort umzusiedeln. Diese konnten jedoch aus Geldmangel nicht umgesetzt werden. Die in den Folgejahren vorgenommene Rheinbegradigung - die trotz vehementer Proteste Dettenheims durchgeführt wurde - verschlimmerte ab etwa 1758 die Situation, der Fluss wesentlich näher am Ort vorbeiführte. 1780 wurden erneut detaillierte Pläne zur Ortsverlegung entwickelt, die den neuen, nach Kurfürst Karl-Theodor in „Karlsdorf" zu benennenden Ort an eine Straße südlich Germersheims legen sollten (diese Straße ist heute die B 9). Abermals wurden diese Pläne nicht weiterverfolgt, erst zehn Jahre später wurde das Thema Ortsversetzung wieder aufgegriffen. In einer Bürgerbefragung votierte die Mehrheit der Dettenheimer für eine Umsiedlung, die Regierung stimmte dem ebenfalls zu. Dann aber stellte die Gemeinde eine Reihe von Forderungen, von denen einige aus finanziellen Gründen nicht erfüllt werden konnten.
Im März 1795 besetzten französische Truppen den Ort, nachdem sie einige Jahre zuvor bereits linksrheinischen und damit größten Teil der Dettenheimer Gemarkung von der Siedlung abschnitten. Die daraus entstehende Verschlimmerung der Notlage. Als 1802 diese Trennung durch den Fall der rechtsrheinischen Gebiete an Baden zur Endgültigkeit wurde, gewährte die kurfürstliche Verwaltung unter anderem dadurch Entschädigung, dass die Dettenheimer Wiesen bei Altenbürg zur Nutzung erhielten. Die Summe der Entschädigungen stellte die Dettenheimer jedoch nicht zufrieden, zumal die auf der linken Rheinseite gelegenen Fluchtmöglichkeiten nicht mehr zur Verfügung standen.
Ab 1805 stand Dettenheim nunmehr jährlich unter Wasser, die Forderungen nach Ortverlegung wurden wieder lauter. Im April 1811 erstellte Johann Gottfried Tulla ein Gutachten, dass die Verlegung ausdrücklich empfahl. Großherzog Karl Friedrich ordnete daraufhin die Versetzung nach Mannheim an, die wegen der Nähe des Rheines zum ausgewählten Ort jedoch nicht durchgeführt wurde. In Dettenheim machte man sich für die Verlegung nach Altenbürg stark, obwohl die dortigen Böden nicht so ertragreich waren die jene in der verlorenen linksrheinischen Gemarkung. Großherzog Karl stimmte im Juli 1812 diesem Ansinnen zu und am 16. September des selben Jahres begann der Umzug nach Altenbürg, das zu Ehren des Großherzogs den Namen Karlsdorf erhielt. Der Umzug, dessen Hauptteil im Jahr 1813 stattfand, war Ende Oktober 1813 vollendet.
Bilder
Lage
Dieser Ort im Stadtplan:
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